Air-Berlin-Chef: Flüge wieder zuverlässig und pünktlich

Armin Bovensiepen Niki CCO

Zu einer einer anderen Option sagte der Chef nichts.

Dass Air Berlin bei den Landesregierungen in Berlin und Nordrhein-Westfalen schon mal für eine Bürgschaft vorfühlt, sieht Winkelmann lediglich als Zeichen vorausschauender Unternehmensführung. In diesen Fällen will die Airline einen Fluggutschein von 750 Euro anbieten, sagte eine Sprecherin der "Rheinischen Post". Als möglicher Interessent gilt die AUA-Mutter Lufthansa. Fraglich ist aber, wie es mit Air Berlin insgesamt weitergeht.

So hatte sich Thomas Winkelmann diese möglicherweise letzte Station seines Berufslebens nicht vorgestellt: Nach knapp 20 Jahren als Manager der Lufthansa wechselte der 57-jährige im Februar als neuer Vorstandschef zum langjährigen Wettbewerber Air Berlin. In der Luft gehalten wird Air Berlin seit Jahren durch Finanzspritzen des arabischen Großaktionärs Etihad, der 29,2 Prozent der Anteile besitzt.

"Wir brauchen in einem marktwirtschaftlichen System die Chance für neue Unternehmen, in einen Markt einzudringen".

Zumindest nach Außen hin gibt es für Air Berlin offenbar keine Krise, denn Firmensprecher dementieren gegenüber diversen Medien, dass das Unternehmen in akuter Insolvenzgefahr schweben würde und verweisen - ebenso wie ihr Chef Thomas Winkelmann - darauf, dass Air Berlin über eine ausreichende Zahlungsfähigkeit verfüge. Das Management habe sich über die Probleme "maßlos geärgert". Die Hauptversammlung von Air Berlin fand in London statt, da die Fluglinie juristisch als britisches Unternehmen (PLC) firmiert. Air Berlin sei aber nicht auf das Geld der Steuerzahler aus und wolle auch nicht verstaatlicht werden. Laut Air Berlin sind Verspätungen und Ausfälle behoben. "Unsere Flugzeuge sind auch heute noch zu mehr als 80 Prozent ausgelastet".

Das wäre gut. Denn die 300 Millionen Verkaufspreis müsste Air Berlin streng genommen an Etihad zurückzahlen. Das Eigenkapital ist ebenfalls deutlich negativ, es lag Ende 2016 bei fast 1,5 Milliarden Euro. Das geplante Joint Venture der Ferienflieger-Sparte Niki mit TUIfly ist vor wenigen Tagen geplatzt. Laut Winkelmann hat die Bürgschafts-Voranfrage damit aber nichts zu tun. Das Ferienfluggeschäft unter der Marke Niki soll verkauft werden.

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