Brandschutz im Londoner Grenfell Tower in der Kritik

Das 27-stöckige Gebäude in London ist in Brand geraten

Die Londoner Polizei geht von weiteren Todesfällen nach dem Hochhausbrand aus. Sie habe die höheren Stockwerke jedoch nicht erreicht, um den Brand dort zu löschen. Sie blinken verzweifelt mit Taschenlampen, um auf sich aufmerksam zu machen. "Die Leute rufen um Hilfe". In dem Haus sollen viele Familien mit Kindern gelebt haben. "Sie haben sogar mit Weihnachtsbeleuchtung gewunken und um ihr Leben geschrien". "Ein Mann lief nach vorne und schaffte es, das Baby zu fangen". Die nicht von den Sanierungsarbeiten betroffenen Mieter blieben in dieser Zeit im Haus wohnen. Ein Gemeindearbeiter soll der Zeitung gesagt haben, dass niemand, der auf den oberen drei Etagen gewohnt hat, überlebt habe. Eine Einigung werde nicht mehr am Mittwoch bekanntgegeben, sondern könnte bis kommende Woche verschoben werden.

Uhr: Bei dem Feuer sind nach Angaben der Feuerwehr mehrere Menschen ums Leben gekommen. Allerdings müssen die Feuerwehrleute eine schwere Brandschutzausrüstung und Atemgeräte tragen und verfügen nur über einen begrenzten Luftvorrat. Mehr als 200 Feuerwehrleute waren im Einsatz.

Besonders auffällig ist jedoch der Umstand, dass das Gebäude trotz des gewaltigen Feuers nicht in sich zusammenstürzte. Trümmer fallen in die Tiefe. Mit den Tränen kämpfende Zeugen berichten, wie Mütter ihre Kinder aus dem Fenster geworfen haben, um sie zu retten. Die Frau habe von einem halb geöffneten Fenster aus mit Gesten angedeutet, dass sie das Kind herunterwerfen wolle. Sein Nachbar, sagte er gegenüber der BBC, habe ihm erzählt, dass dessen Kühlschrank explodiert sei und den Brand ausgelöst habe. "Wir befürchten das Schlimmste".

Augenzeugen berichteten in der Nacht auf Twitter von Schreien. Alle haben sich gemeldet - bis auf einen. In London gebe es sehr viele Hochhäuser, "und wir können nicht dulden, dass die Sicherheit von Menschen durch fragwürdige Anweisungen gefährdet wird, oder, falls wirklich zutrifft, was angedeutet wurde, dass Hochhäuser nicht ordnungsgemäß gewartet und betreut werden". Einige Anwohner sagen, es habe keinen Notausgang gegeben, andere monieren das Fehlen von Feuermeldern. In einem wohlhabenden Teil des Bezirks Kensington und Chelsea wären die Bedenken ernst genommen worden, "hier aber nicht", klagte Collins.

Feuerwehrchefin Cotton warnte davor, über die Ursache zu spekulieren. Es handle sich aber um kleinere Verletzungen, sagte Feuerwehrchefin Dany Cotton. In den Jahren 2015 und 2016 wurde das Gebäude in North Kensington im Westen der britischen Hauptstadt renoviert. Die Polizei hat alle Wege hermetisch und weiträumig abgeriegelt. Das verbaute Material habe wohl zur schnellen Ausbreitung des Feuers beigetragen, sagte der Ingenieur Angus Law von der Universität in Edinburgh.

Die Bilder während des Hochhaus-Infernos sprechen dafür, dass sich das Feuer über die Außenfassade auf alle Stockwerke ausgebreitet hatte. "Das hat mich an (den New Yorker Terroranschlag) 9/11 erinnert". Nach Angaben von Scotland Yard werden noch menschen vermisst.

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