Cristiano Ronaldo leugnet Steuerbetrug

Für den Steuerbetrug habe der 32-Jährige im Jahr 2010 - ein Jahr nach seinem Wechsel von Manchester United zu Real - ein Unternehmensgeflecht geschaffen. Dem Eindruck, sich von seiner Ikone zu distanzieren, trat der Verein allerdings mit einem Kommuniqué entgegen: "Real Madrid ist absolut davon überzeugt, dass unser Spieler Cristiano Ronaldo in diesem Prozess seine vollkommene Unschuld beweisen wird". Es sei klar, dass der Spieler nicht versucht habe, Steuern zu umgehen. Bei ihm hatte es sich allerdings auch nur um 4,1 Millionen Euro gehandelt. Aber mit dem teilt Ronaldo ja sowieso einiges, Weltfußballertitel, Rekordjagden - und seit gestern auch ein offizielles Steuerverfahren.

Allerdings hat er die Vorwürfe, die im Dezember 2016 unter dem Titel "Football Leaks" erstmals publik wurden, bereits zurückgewiesen.

Über Briefkastenfirmen soll er den Betrag bewusst am spanischen Fiskus vorbeigeschleust haben. Ronaldo dürfte von dem Schritt der Strafverfolger am Rande des Trainings des portugiesischen Nationalteams in Oeiras bei Lissabon erfahren haben.

Ronaldo soll beim Confed Cup in Russland vom 17. Juni bis 2. Juli für Portugal auflaufen.

Jetzt wird es eng für Cristiano Ronaldo.

Dass die Lage ernst ist, wissen aber beide. Lionel Messi wurde wegen ähnlichen Vergehens zu 21 Monaten Haft verurteilt, ist aber auf Bewährung frei. "Ich habe schon abgestimmt, und ihr?", fordert Ronaldo seine mehr als 121 Millionen Follower via Facebook auf. Bedeutet das, dass ein eventuelles Urteil gegen "CR7" entsprechend höher ausfallen müsste - und ein Gang hinter Gitter bei ihm wahrscheinlicher ist?

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Braucht Ronaldo Glück wie Messi?

Der Fußball sei eine für Spanien wichtige "Industrie", die "Rechtssicherheit" benötige.

Die Warnung einiger Medien zu Zeiten des Falls Messi, die Härte der spanischen Steuerbehörden könne eine Massenflucht besorgter Stars auslösen, hallt plötzlich wieder durch das Land. Ronaldo droht nun eine Haftstrafe.

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