Entscheidung über Griechenland-Hilfen erwartet - Kritik an Schäuble

Ein Mann trägt einen Koffer vor einem Hintergrund von Banknoten

Die Regierung in Athen braucht rund 7 Mrd.

Nun könnte es am bevorstehenden Treffen der Euro-Finanzminister am Donnerstag zu einer Einigung kommen.

Unmittelbar vor den Beratungen der Euro-Finanzminister am Donnerstag in Brüssel haben die Sozialdemokraten im EU-Parlament Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble zum Einlenken aufgefordert. Doch verhinderte Ende Mai ein Streit über Schuldenerleichterungen eine endgültige Einigung. "Mein Verständnis dafür, dass in Deutschland Wahlen stattfinden, stößt an seine Grenzen".

Papadimitriou sagte der "Welt", ihm scheine das Verhalten des deutschen Finanzministers "unredlich". Jedenfalls konnte man so den griechischen Ministerpräsidenten Alexis Tsipras am Dienstag Abend im Fernsehen seines Landes deuten, als er die Gläubiger zu Entscheidungen aufrief, die das Vertrauen von Investoren stärken und so zu Arbeitsplätzen führen würden.

Griechenland verlangt die Zusage von Schuldenerleichterungen im Gegenzug für die Umsetzung der von den Geldgebern verlangten Reformen. "Griechenland aus innenpolitischen Gründen als Geisel zu nehmen, würde für Europa einem Selbstmord gleichkommen", sagte Pittella weiter.

Vor dem Treffen der Euro-Finanzminister an diesem Donnerstag in Luxemburg bekräftigte sein Sprecher, der Minister sei sehr zuversichtlich.

Das galt gleichermaßen für Forderungen des IWF nach einem Schuldenschnitt. Bisher wollten die Euro-Länder erst nach Abschluss des dritten Rettungspaketes mögliche Schuldenerleichterungen angehen. Eine Kursänderung sei mehr als überfällig, sagte Bundestags-Fraktionschef Anton Hofreiter der Deutschen Presse-Agentur. Die griechische Regierung verlangt sofortige Schuldenmaßnahmen, Schäuble will darüber erst im nächsten Jahr entscheiden.

Den als wahrscheinlich geltenden Kompromiss, dass der Internationale Währungsfonds (IWF) sich vorerst nur beratend am griechischen Hilfsprogramm beteiligt, bezeichnete der Staatspräsident als irritierend. Dieser beteiligt sich bisher nicht am dritten Rettungspaket, das bis zu 86 Milliarden Euro umfasst und bis zum Sommer 2018 läuft. Die Athener Regierung muss im Juli Kredite in Höhe von rund sieben Milliarden Euro zurückzahlen und benötigt dafür voraussichtlich weiteres Geld.

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