Etihad stoppt Gepräche mit TUI wegen Niki

Wings Media Crew

Die Air Berlin Aktie notiert im XETRA-Handel bei 0,931 Euro mit 13,4 Prozent im Plus.

Ob die Landesregierungen von Berlin und Nordrhein-Westfalen, bei denen Air Berlin um eine Bürgschaft angeklopft hat ("Die Presse" berichtete am Freitag), diese auch tatsächlich gewähren, ist offen.

Noch sind Tuifly und Niki geschäftlich eng verbunden: 14 Maschinen von Tuifly, die langfristig an Air Berlin vermietet wurden, fliegen derzeit für Niki. Folgen: Autor: Carsten Germis, Wirtschaftskorrespondent in Hamburg.

Der arabische Großaktionär Etihad sucht überraschend eine neuen Weg für Air Berlin. Wirtschaftssenatorin Ramona Pop von den Grünen sagte, dass man prüfen werde, "inwieweit das Land Berlin eine zukunftsorientierte Strategie der Airline unterstützen kann".

Das Bundeswirtschaftsministerium wollte sich zu dem Verfahren am Donnerstagabend nicht äußern.

Die Verhandlungen zwischen Tui und dem Airberlin-Großaktionär Etihad über einen gemeinsamen Ferienflieger sind gescheitert. Die Ausgründung des Ferienflug-Geschäftes aus der Air Berlin-Gruppe und die Kooperation mit TUI waren bislang zentrale Bausteine für die Sanierung der Fluggesellschaft, die wegen Schulden in Milliardenhöhe und hoher Millionen-Verluste seit Jahren um die Existenz bangt.

Die arabische Fluggesellschaft Etihad hat ihre bisherigen Pläne für die Air-Berlin-Beteiligung aufgegeben. Verstärkt wurde der Leidensdruck zuletzt durch den Umstand, dass die Scheichs aus Abu Dhabi auch bei der hochdefizitären und vor dem Aus stehenden Fluggesellschaft Alitalia beteiligt sind.

Die deutsche Regierung prüft Garantien für Air Berlin.

Der Reisekonzern zeigte sich zugleich offen für Alternativen - eine Partnerschaft oder Gemeinschaftsunternehmen. Über die Zukunft von Tuifly muss der inzwischen in London notierte Tui-Konzern sich nun neue Gedanken machen. Air Berlin hatte am Vortag mitgeteilt, bei den Landesregierungen von Berlin und Nordrhein-Westfalen eine Voranfrage auf Prüfung eines Bürgschaftsantrags gestellt zu haben. Dann würde das Unternehmen vermutlich zerschlagen, die Lufthansa könnte leichtes Spiel haben und vor allem die Flugzeuge inklusive der Crews übernehmen, um sie in ihre Billigflugsparte zu integrieren.

Die Lösung der Schulden-, Kosten- und Kartellfragen nannte auch Lufthansa-Vorstand Harry Hohmeister heute in einem Interview wieder als wesentliche Voraussetzungen. Air Berlin müsse nun alle nötigen Unterlagen einreichen. Nach den gescheiterten Bemühungen bleibt die Tochter Niki nun erst einmal im Konzern. Dass in absehbarer Zeit das Geld ausgeht, sei nicht zu erwarten, hieß es von Air Berlin.

Die Führung von TUI ist nach eigenen Angaben vom Rückzug Etihads überrascht worden. Bereits zuvor wurde der Starttermin für den Ferienflieger verschoben. Der Konzern werde daher die Neupositionierung der deutschen Tuifly weiter vorantreiben.

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