Feuerwehr: Waren in weniger als sechs Minuten am Hochhaus

Rauch und Flammen schlagen aus dem Hochaus im Zentrum Londons

LondonBei einem verheerenden Brand eines Hochhauses im Zentrum Londons sind mindestens sechs Menschen ums Leben gekommen. Immer noch werden Bewohner vermisst. Mindestens 74 Patienten werden in Kliniken behandelt, 20 von ihnen sind in einem kritischen Zustand.

Der Rettungseinsatz wird nach Angaben der Polizei noch mehrere Tage dauern.

Ursache des Brands war zunächst unklar. Scotland Yard erklärte auf Anfrage, dass es sich nicht um einen Terroranschlag handle.

Das Feuer war in der Nacht zum Mittwoch ausgebrochen.

Trotz der Feuerkatastrophe halten die Einsatzkräfte das Gebäude derzeit für stabil genug, um weiter darin nach möglicherweise eingeschlossenen Menschen zu suchen. Ein Experte überprüfe laufend die Statik des Grenfell Towers, sagte Londons Feuerwehrchefin Dany Cotton. Sie konnten aber erst bis zum 19. und 20. Stockwerk vordringen.

Augenzeugen berichten, dass die Flammen in kurzer Zeit praktisch das gesamte Haus erfassten. Einige Bewohner hatten berichtet, sie seien angewiesen worden, sie sollten im Fall eines Feuers in ihren Wohnungen bleiben Das ist übrigens auch in Österreich in solchen Fällen - bei regelkonformen Brandschutzvorrichtungen des betreffenden Gebäudes - die Empfehlung der Feuerwehr. Trümmerteile flogen aus dem Haus, wie ein dpa-Reporter berichtete. Hin und wieder knallte es in dem Gebäude. Die Polizei sperrte deshalb die Umgebung weiträumig ab. Einwohner wurden gebeten, die Gegend nordwestlich vom Hyde Park zu meiden. Premierministerin Theresa May äußerte sich erschüttert und berief ein Ministertreffen ein. Die Bundesregierung würdigte den Kampf der Rettungskräfte gegen die Flammen. Das Gebäude wurde 1974 erbaut und von 2014 bis 2016 für 8,6 Millionen Pfund renoviert.

In dem Hochhaus soll es nach Aussagen von Anwohnern Beschwerden über unzureichenden Brandschutz gegeben haben. Die Baufirma Rydon reagierte schockiert auf den Hochhausbrand. Der Grenfell Tower mit 120 Apartments brennt seit dem frühen Morgen lichterloh, schwarze Rauchwolken ziehen über die britische Hauptstadt. Alle erforderlichen Kontrollen, Bestimmungen im Brandschutz und die sonstigen Sicherheitsstandards seien eingehalten worden, teilte die Firma mit. Die Zahl der Opfer dürfte sich nach Aussage von Bürgermeister Sadiq Khan noch erhöhen. Die Feuerwehr ist nach eigenen Angaben mit 200 Leuten und 40 Löschfahrzeugen im Einsatz.

Kurz vor 11 Uhr Ortszeit twitterte die Feuerwehr, dass weiter daran gearbeitet werde, das feuer unter Kontrolle zu bringen. "Trupps mit Atemschutz haben unter extrem schweren Bedingungen Menschen gerettet und gegen die Flammen gekämpft", sagte Cotton. "Wir werden in den kommenden Stunden und Tagen sorgfältig nach dem Grund für dieses Feuer suchen und untersuchen, was passiert ist", sagte sie. In den Flammen wurden auch mehrere Feuerwehrleute verletzt. Die Londoner Polizei rechnet mit weiteren Todesfällen. Da sich der Rauch auf den Gängen schnell ausbreitete, waren die Fluchtwege versperrt. Jetzt fallen immer wieder Teile der Fassade in die Tiefe. Ein Einsturz des Towers wird befürchtet. Das hätte fatale Folgen für die benachbarten Häuser.

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