Fußball | Rumäniens Fußballverband erwägt Rauswurf von Trainer Daum

Christoph Daum

Nach der anhaltenden Kritik an seiner Person hat Christoph Daum mit der rumänischen Nationalmannschaft einen Achtungserfolg erzielt.

Bukarest. Die WM-Qualifikation ist für Christoph Daums Rumänen nach dem jüngsten 1:3 in Polen fast schon unerreichbar weit entfernt.

Die Technische Kommission des Verbands werde beraten, ob es mit Daum weitergeht oder der Trainer, der noch bis 2018 vertraglich gebunden ist, vorzeitig entlassen wird.

"Der Vertrag mit Daum hatte dieses Ziel, nämlich die Qualifikation für die Weltmeisterschaft", ließ Burleanu vielsagend wissen.Er bedaure es zwar nicht, Daum im vorigen Jahr engagiert zu haben, "zugleich aber steht und fällt ein Trainer mit den Resultaten, und die Resultate sind nicht zu unserem Vorteil", fügte der Verbandsboss hinzu. Am Dienstagabend gewann Rumänien ein Testspiel gegen Südamerikameister Chile mit 3:2. "Ich identifiziere mich mehr mit Rumänien als ihr".

Ein Journalist fragte ihn, ob er in Erwägung ziehe, nach der Partie als Nationaltrainer zurückzutreten und seinen Vertrag einvernehmlich aufzulösen.

Der rumänische Reporter fragt ihn daraufhin, was er denn erreichen will? Da zeigen Sie Ihr wahres Gesicht. Er attackiert den Reporter: "Für mich sind sie manchmal kein Rumäne". "Das sind alles verrückte Lügen", sagte Daum dazu. "Das ist meine Meinung".

"Wenn Sie die Zeit haben, dann setze ich mich eine, zwei, drei Stunden hin und rede mit Ihnen über Fußball. Sie helfen nicht, sie sind nur auf dem zerstörerischen Weg". Ob er eine Zukunft als rumänischer Trainer hat, ist aber ungewisser denn je.

Nun blies er zum Gegenangriff auf die Journalisten: "Selbst wenn ich Ihnen die Fakten sage, sind Sie nicht interessiert". "Geschichten in Zeitungen, die klar tendenziös und auch diffamierend sind".

Im Anschluss an das Spiel habe Daum seinen Ausraster in privater Runde bedauert, will die Tageszeitung "Gazeta Sporturilor" erfahren haben. "Für Daum ist der rumänische Fußball etwas Unbekanntes und er ist für den Nationaltrainer-Posten ungeeignet", urteilte Ex-Auswahlcoach Victor Piturca knallhart. "Niemand hat jemals in diesem Maße den Atem und den patriotischen Geist der rumänischen Nation beleidigt".

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