Keine Roaming-Gebühren mehr im EU-Ausland ab 15. Juni

Ab 15. Juni heißt es Ende der Roaming-Gebühren

Das mobile Telefonieren wird für den deutschen Touristen auf Mallorca oder den italienischen Geschäftsreisenden in London künftig genau so viel kosten wie zu Hause. Seit 2012 wurden auch die Gebühren für das Datenvolumen gedeckelt, sie sind heute um 96 Prozent niedriger.

Das Aus für das Roaming wurde im Oktober 2015 vom EU-Parlament beschlossen - gegen die massive Lobbyingarbeit der Netzbetreiber, für die Roaming bis dato ein sehr einträgliches Geschäft war. Roaming. Doch damit ist ab dem 15. Juni 2017 Schluss. Es lohnt sich also, den eigenen Tarif genau zu prüfen und ggf. einen Wechsel zu veranlassen. So können etwa von 5 GB im Tarif ungefähr 2 GB auch im EU-Ausland verbraucht werden. In Italien ist die AGCOM (Autorità per le garanzie nelle comunicazioni) die zuständige Behörde, an welche sich die Verbraucher im Falle von Beschwerden wenden können.

Wer in der Türkei oder der Schweiz urlaubt und wer von einem Kreuzfahrtschiff aus telefoniert, muss weiter mit höheren Kosten als in Österreich rechnen. Die im Tarifpaket inkludierten Frei-Einheiten können genauso wie zuhause genutzt werden. Zusätzlich schaffen auch Island, Liechtenstein und Norwegen die Roaming-Gebühren ab. Wer in Spanien oder Kroatien urlaubt, profitiert vom Roaming-Aus.

In welchen Ländern gilt das Roaming-Ende?

Für diese Länder und Gebiete gilt die EU-Verordnung nicht.

"Bei Reisen per Schiff oder Flugzeug in der EU gilt die neue Regel nur am (Flug-) hafen". Denn einerseits können in manchen europäischen Staaten immer noch Kosten anfallen. Dann kann der Anbieter bei der nationalen Regulierungsbehörde bei bestimmten, außergewöhnlichen Umständen eine Genehmigung zur Erhebung von Roaming-Gebühren einholen. Im Ausland wird die SIM-Karte automatisch deaktiviert.

Denn es gibt eine Fair Use Policy, mit der sich Mobilfunkanbieter vor sogenannten "Power Usern" schützen wollen. Das betrifft etwa jene, die lange in Deutschland oder Mallorca leben. Sollte der Verbraucher während eines Beobachtungszeitraumes von mindestens vier Monaten gegen die Fair-Use-Klausel verstoßen, kann ihn der Anbieter bei Anzeichen einer missbräuchlichen Nutzung verwarnen und einen Nachweis bezüglich des gewöhnlichen Aufenthalts des Nutzers verlangen.

Für viele Mobilfunkkunden bringt der 15. Juni 2017 eine tiefgreifende Veränderung mit sich. Bleibt zu hoffen, dass keine bösen Überraschungen auf die VerbraucherInnen warten, und dass horrend hohe Rechnungen durch Auslands-Roaming in der EU der Vergangenheit angehören, so die Verbraucherschützer.

Roaming bedeutet wörtlich herumwandern oder streunen.

Im Prinzip gibt es keine Obergrenze. Kunden, die derzeit eine Roaming-Option nutzen, die vom EU-Tarif abweicht, können jederzeit in den regulierten Tarif wechseln. Die App könne im Ausland jedenfalls kostenlos benutzt werden. Darüber, ob es für den Tarif ein Limit gibt, und wenn ja, wie hoch das Datenvolumen ist, das der Konsument im EU-Ausland aufschlagsfrei nutzen kann, muss der Anbieter den Nutzer informieren.

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