Mindestens sechs Tote bei Feuer-Inferno in Londoner Hochhaus

Das Hochhaus steht bis zum obersten Stock in Flammen

Dutzende sind verletzt worden. Die Polizei geht aber von weiteren Todesfällen aus. Noch immer sind nicht alle Menschen in Sicherheit. mehr.

Nach Angaben der Rettungskräfte wurden mindestens 79 Patienten in Kliniken behandelt, 18 von ihnen seien in einem kritischen Zustand.

Londons Bürgermeister Sadiq Khan sprach von einem "bedeutenden Vorfall" - eine Bezeichnung der britischen Behörden für eine Lage, die besondere Vorkehrungen durch einen oder mehrere Rettungsdienste erfordert. Die Ursache sei noch unklar. "Wir bleiben hier, bis die Arbeit getan ist. Wir planen über Nacht hierzubleiben", sagte ein Sprecher der Londoner Feuerwehr. Der Brand sei noch nicht gelöscht. Das Feuer war in der Nacht ausgebrochen, am frühen Morgen stand das Gebäude mit mehr als 20 Stockwerken noch lichterloh in Flammen, eine Rauchsäule war weithin zu sehen.

Trotz der Katastrophe ist das Hochhaus stabil genug, um darin weiter nach möglicherweise eingeschlossenen Menschen zu suchen. Scotland Yard erklärte auf Anfrage, dass es sich bei der Brandursache nicht um einen Terroranschlag handle.

Der Grenfell Tower wurde 1974 erbaut und war von 2014 bis 2016 saniert worden. Es hatte bereits Beschwerden über unzureichenden Brandschutz in dem Hochhaus gegeben.

Blick auf den brennenden Grenfell Tower. Alle erforderlichen Kontrollen, Bestimmungen im Brandschutz und sonstigen Sicherheitsstandards seien eingehalten worden, teilte die Firma am Mittwoch mit.

© AP Feuerwehrleute bekommen ein Briefing für ihren Einsatz beim brennenden Hochhaus.

London - Die britische Premierministerin Theresa May hat eine sorgfältige Untersuchung der Brandkatastrophe von London angekündigt. Die Bundesregierung würdigte den Kampf der Rettungskräfte gegen die Flammen.

Die Einsatzkräfte waren nach eigenen Angaben innerhalb von sechs Minuten am Ort des Geschehens. 200 Feuerwehrleute kämpften gegen die Flammen. Je nach den Umständen kann die Feuerwehr auch in mehreren Stockwerken gleichzeitig löschen. Feuerwehrchefin Dany Cotton war gezeichnet von den vergangenen Stunden. Augenzeugen berichteten von Bewohnern des Hochhauses, die in die Tiefe gesprungen oder gefallen seien.

Auch andere Eltern nahmen das Wagnis in Kauf, um ihre Kinder zu retten. Ein Mann habe den Säugling gefangen. Die Polizei räumte auch umliegende Gebäude, um die Bewohner vor herabfüllenden Trümmerteilen zu schützen. Hin und wieder knallte es in dem Gebäude. Die Polizei riegelte alle Wege hermetisch und weiträumig ab.

Die Polizei twitterte, die Gegend nordwestlich vom Hyde Park solle gemieden werden. Nach den deutschen Baubestimmungen dürfen die Fassadenmaterialien hoher Gebäude nicht brennbar sein, damit die Flammen sich nicht darüber ihren Weg nach oben bahnen. Für Bewohner wurden Notfallzentren eingerichtet. In London gebe es sehr viele Hochhäuser, "und wir können nicht dulden, dass die Sicherheit von Menschen durch fragwürdige Anweisungen gefährdet wird, oder, falls wirklich zutrifft, was angedeutet wurde, dass Hochhäuser nicht ordnungsgemäß gewartet und betreut werden". Das Haus brenne vom zweiten bis zum 27. Stock, hieß es.

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