München heizt Streit über Diesel-Fahrverbote weiter an

München heizt Streit über Diesel-Fahrverbote weiter an

Auch bei unseren Usern sorgt die Meldung für Diskussionen.

Nach Stuttgart denkt auch die Stadt München über Fahrverbote für Dieselfahrzeuge nach.

Die Daten sind alarmierend: In München ist die Luft stark mit Abgasen belastet. Ein flächendeckendes Fahrverbot wäre eine drastische Maßnahme und die am weitesten reichende Einschränkung, die es bisher in deutschen Großstädten gibt. Er habe seine Verwaltung gebeten, Maßnahmen zur Reduzierung der Schadstoffbelastung auszuarbeiten. In anderen deutschen Städten gibt es unterschiedliche Ansätze.

OB Reiter hatte zuvor Fahrverbote ins Spiel gebracht, weil der von der EU zugelassene Mittelwert an vielen Straßen in München überschritten wird.

Ein Fahrverbot müsse für alle Autos gelten, erklärt die CSU, "sonst wäre das ja eine faktische Enteignung der Dieselbesitzer".

Nicht nur die Wirtschaftsverbände sind entsetzt. Mit den Einschränkungen will das von den Grünen regierte Baden-Württemberg den Druck auf die Autoindustrie erhöhen, ältere Dieselwagen nach Euro-5-Norm nachzurüsten. Sie verweist außerdem darauf, dass einige Arbeitnehmer - beispielsweise Schichtarbeiter - auf ihr Auto angewiesen seien.

München. Deutschland ist ein Diesel-Land: Im Mai waren mehr als 40 Prozent der neu zugelassenen Fahrzeuge Selbstzünder. Als zusätzliche Maßnahme schlug der VDA vor, Busse und Taxis im städtischen Verkehr durch modernste Fahrzeuge zu ersetzen, um so das Schadstoffaufkommen in der Innenstadt insgesamt zu senken. Nur Autos der seit September 2014 geltenden neuesten Abgasnorm Euro-6 wären ausgenommen. Verantwortlich dafür sind vor allem Abgase von Dieselmotoren. Auch auf der Facebookseite von tz haben zahlreiche Nutzer diskutiert.

Sebastiano L. fordert, dass das zuerst einmal andere Verkehrsprobleme gelöst werden müssten. Die Autobahn 8 zwischen der Landeshauptstadt und Stuttgart sei regelmäßig verstopft.

Doch es regt sich nicht nur Widerstand gegen das Diesel-Fahrverbot. Bis die neue Diesel-Flotte aber die Luft spürbar verbessert, dauert es nach Schätzungen des Umweltbundesamt bis etwa 2025. Und auf tz.de schreibt Nutzerin Tami. Die Umweltorganisation Greenpeace begrüßte die Überlegungen: "Endlich ist einem Bürgermeister die Gesundheit der Menschen wichtiger als freie Fahrt für schmutzige Diesel".

Eine Radoffensive wünschen sich die Grünen. Es müsse eine konkrete Verkehrswende stattfinden, heißt es in einer Mitteilung. Die Stadt solle besser den öffentlichen Nahverkehr ausbauen. Das Kabinett werde zeitnah über notwendige Konsequenzen aus der Stickoxid-Belastung der Innenstädte, insbesondere in München, beraten, sagte der Sprecher der Staatskanzlei, Rainer Riedl. Die DUH ist eine Umwelt- und Verbraucherschutzorganisation, die als gemeinnütziger Verein organisiert ist. "Ich will emissionsfreie Fahrzeuge mit einer Gutschrift bei der Kfz-Steuer entlasten". Das zeigen neue Messungen.

Gibt es Alternativen zu Fahrverboten, und was tut die Industrie?

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