Neue Dimension der Ermittlungen - Wächst Gefahr für Trump?

Große Erinnerungslücken US-Justizminister Jeff Sessions

Zudem hatte auch Justizminister Jeff Sessions, ein Trump-Unterstützer, vor dem Gremium aussagen müssen.

Comey hatte noch zu seiner Amtszeit Trump mehrmals - teils auf dessen Nachfrage - versichert, dass der Präsident selbst nicht Gegenstand von Ermittlungen des FBI ist.

Zuletzt hatte es aus dem Umfeld von US-Präsident Donald Trump geheißen, der Präsident denke darüber nach, Mueller seiner Aufgabe zu entheben.

Zum Auftakt seiner zweieinhalbstündigen Aussage vor dem Geheimdienstausschuss sagte Sessions, er wolle seine Ehre gegen "verleumderische und falsche Anschuldigungen" verteidigen.

Sichern Sie sich mit TA-Plus alle Inhalte der TA-Webseite und unserer Smartphone-App. "Sie behindern sie, indem sie nicht antworten", sagte Senator Martin Heinrich (New Mexico).

Auch die Frage, ob Vertreter seines Ministeriums über eine mögliche Amnestie des Präsidenten für Betroffene der Russland-Affäre gesprochen hätten, beantwortete der Justizminister nicht. Der vom Justizministerium eingesetzte Ermittler Robert Mueller gehe dem Verdacht nach, dass sich Trump der Justizbehinderung schuldig gemacht habe. Ein angebliches drittes Treffen mit Kisljak könne vielleicht sein, aber er erinnere sich nicht daran. "Ich hoffe, Sie sehen einen Weg, das fallen zu lassen", hatte Trump laut den Aufzeichnungen Comeys gesagt. Trump hatte den Rauswurf des Direktors der Bundespolizei unter anderem mit den Russland-Ermittlungen begründet. Am Dienstag machte er formale Gründe für den Rückzug geltend. Das Weiße Haus hatte dem aber widersprochen.

Als Beispiel für "mangelnde Disziplin" beim FBI führte der Minister Comeys Umgang mit der Affäre um die vorschriftswidrige Handhabung dienstlicher E-Mails durch Ex-Außenministerin Hillary Clinton an. Comey hatte sich gegen die "Lügen" der Regierung verwahrt, in seiner Behörde hätten Chaos und Führungsschwäche geherrscht. Eine Trump-Sprecherin entgegnet: Der Präsident sei kein Lügner.

- LOYALITÄT: Comey empfand Trumps Wunsch nach Loyalität als ungehörig und als unangemessene Einmischung.

- RUSSISCHES HACKING: Ja, sagt Comey, zweifellos hätten die Russen auf den US-Wahlkampf 2016 Einfluss zu nehmen versucht.

Indes traf sich Sonderermittler Mueller am Mittwoch mit den Spitzen des Geheimdienstausschusses des US-Senats.

Comey sagte, er sei darauf nicht eingegangen. Im Zuge der Watergate-Abhöraffäre hatte der Verdacht der Justizbehinderung 1974 zum Rücktritt von Präsident Richard Nixon geführt. Von Manipulationen am Wahlausgang wisse er nichts. Comey deutet an, dass Sessions noch mehr Gründe gehabt habe, sich aus den Russland-Ermittlungen rauszuhalten.

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