Prozess gegen U-Bahn-Treter beginnt mit Befangenheitsantrag

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Dem mutmaßlichen U-Bahn-Treter wird vor dem Landgericht der Hauptstadt gefährliche Körperverletzung vorgeworfen. Das Gericht will wegen des Befangenheitsantrags zunächst eine Stellungnahme der Schöffin einholen.

Der Prozess nach der Gewaltattacke gegen eine Frau auf einer Berliner U-Bahn-Treppe ist noch vor Anklageerhebung unterbrochen worden.

Der 28-jährige angeklagte Bulgare soll die arglose Passantin mit einem wuchtigen Tritt in den Rücken eine Betontreppe hinunter getreten haben. Die junge Frau verletzte sich bei dem Sturz am Kopf und brach sich einen Arm. Bewegung in den Fall war erst gekommen, nachdem die Polizei nach wochenlangen Ermittlungen Bilder aus Videokameras veröffentlicht hatte. Doch nach nicht einmal einer Stunde ist die erste Sitzung vorbei.

Der Mann sitzt seitdem in Untersuchungshaft. Darin lehnt sie die Schöffin Rita D. ab, weil diese sich abfällig über "minderjährige Kriminelle" mit Migrationshintergrund geäußert habe. Die Verantwortlichen seien "inkompetent, ratlos und vor allem voller Angst vor der Rache der Clans".

U-Bahnstation Hermannstraße in Berlin. Er soll zwar nicht in Deutschland, wohl aber in seiner Heimat vorbestraft sein, unter anderem wegen Diebstahls.

Zudem werden Svetoslav S. auch exhibitionistische Handlungen vorgeworfen. Sie fällt mit dem Gesicht voran die Treppe in einem Berliner U-Bahnhof hinunter. Die Verteidigerin des Angeklagten, Monika Brüning, hatte einen entsprechenden Antrag gestellt. An dem Tag könnten auch der Angeklagte und das Opfer aussagen. Bis zum 6. Juli sind vier weitere Verhandlungstermine angesetzt.

Svetoslav S. soll im Oktober 2016 eine Frau im U-Bahnhof Hermannstraße die Treppe heruntergetreten haben.

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