Prozess könnte sich wegen Befangenheit verzögern

U-Bahnstation Hermannstraße in Berlin. Knapp acht Monate nach der Gewaltattacke gegen eine Frau auf einer Treppe in der U Bahnstation beginnt der Prozess gegen den mutmaßlichen Angreifer

Stoikov soll im Oktober 2016 eine Frau (26) im Berliner U-Bahnhof Hermannstraße von hinten eine Treppe hinuntergetreten haben. Er ist wegen gefährlicher Körperverletzung angeklagt. Jetzt kommt ein 28-Jähriger vor Gericht. Zwei Wochen vor der mutmaßlichen Attacke im U-Bahnhof soll sich der Verdächtige am helllichten Tag auf einem Parkplatz im Stadtteil Reinickendorf vor zwei Frauen entblößt und masturbiert haben, 35 Minuten später habe er dies in einer Grünanlage vor einer Zeugin wiederholt.

► Der Prozess wurde am Donnerstagmittag noch vor dem Verlesen der Anklage vertagt. Die Verhandlung vor dem Landgericht der Hauptstadt soll am nächsten Dienstag fortgesetzt werden.

Hintergrund ist der Antrag der Verteidiger zu Prozessbeginn, eine Schöffin wegen Befangenheit abzulehnen. Sie soll sich in Leserbriefen in einer Zeitung über kriminelle Jugendliche mit Migrationshintergrund beschwert haben. Die Verteidigerin des Angeklagten, Monika Brüning, hatte einen entsprechenden Antrag gestellt. Dem mutmaßlichen U-Bahn-Treter wird vorgeworfen, eine arglose Passantin mit einem wuchtigen Tritt in den Rücken eine Betontreppe im U-Bahnhof Hermannstraße in Neukölln hinabgestürzt zu haben. Die junge Frau ging gerade eine Treppe hinunter, verlor das Gleichgewicht und stürzte kopfüber die Stufen hinab.

Das damals 26-jährige Opfer brach sich bei dem Angriff den Arm und wurde am Kopf verletzt. Die Frau tritt in dem Prozess als Nebenklägerin auf.

Eine Überwachungskamera filmte die brutale Tat, die Aufnahmen schockierten ganz Deutschland und entfachten eine Debatte über Sicherheit an öffentlichen Plätzen sowie die Notwendigkeit von Videoüberwachung.

Der Angeklagte ist nach Angaben von Ermittlern in Deutschland nicht vorbestraft.

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