Putin bietet Ex-FBI-Chef Comey Asyl in Russland an

Passanten neben Polizisten während Protestaktionen vom Montag in Russland

Die neuen Sanktionen wurden mit 97:2 Stimmen verabschiedet. Während seiner traditionellen Bürgersprechstunde bot der Kremlchef Comey sogar Asyl in Russland an.

Wladimir Putin antwortet auf (ausgesuchte) Fragen der Zuschauer in der Fernsehsendung "Direkter Draht". Russland sehe die USA nicht als Feind an, sagte Putin am Donnerstag während seiner jährlich stattfindenden Fragestunde mit Bürgern. Russland und Amerika könnten auch im Bereich der Rüstungskontrolle kooperieren, sagte Putin.

Zugleich kritisierte der Kremlchef in der mehrstündigen TV-Show eine zunehmende Russlandfeindlichkeit. Dies sei ein Resultat des innenpolitischen Kampfes in den USA, meinte er.

Washington und Moskau sehen das bilaterale Verhältnis auf einem Tiefpunkt. Neben den Konflikten in der Ukraine und in Syrien belasten vor allem Vorwürfe der russischen Einmischung in den US-Wahlkampf die Stimmung.

Treffen sich Trump und Putin beim G20-Gipfel? Westliche Sanktionen wegen der Ukraine-Krise verschärfen die Lage. Putin sagte in der Bürgersprechstunde, er verstehe den Schritt des Senats nicht. Das Vorgehen der USA habe "keinerlei Grundlage". Die Novelle bedarf noch der endgültigen Zustimmung von Senat und Repräsentantenhaus. "Und als die Journalisten aus verschiedenen Ländern mich darüber fragten und dachten mich dabei ertappt zu haben, habe ich immer erwidert: Sind Sie etwa gegen gute Beziehungen zwischen Russland und Vereinigten Staaten?" Er sei auch bereit, die Gegensanktionen unter anderem auf Milchprodukte, Obst und Gemüse aus der EU zu beenden. Er betonte weiter, die Sanktionen hätten auch einen positiven Effekt für russischen Wirtschaft, besonders für die Landwirtschaft. "Haben die Sanktionen uns beeinflusst?" "Das war ein nützlicher Dialog, aufgeschlossen, und gar nicht konfrontativ", sagte Präsident Putin.

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Dem ehemaligen FBI-Chef James Comey bietet Putin derweil Asyl in Russland angeboten.

"Russland hat wegen Sanktionen 50 bis 52 Milliarden Dollar verloren", sagte Putin. Es sei seltsam, dass der Chef eines Geheimdienstes Gespräche mit einem Präsidenten aufschreibt und sie dann den Medien übergebe, sagte Putin.

Comey musste vergangene Woche vor dem amerikanischen Senat aussagen. Zudem wird untersucht, ob es unzulässige Kontakte zwischen Trumps Mitarbeitern und den russischen Behörden gegeben hat.

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