Schießerei an S-Bahnhof in München-Unterföhring

Die Polizei hat die Lage unter Kontrolle

Großalarm in Bayern! Bei einer Schießerei am S-Bahnhof in Unterföhring bei München wurde am Dienstagmorgen eine Polizistin (26) lebensgefährlich verletzt.

So sieht der BILD-Zeichner den Schusswechsel zwischen dem Täter und der Polizistin. Die Polizei hat keine Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund. Die 26-Jährige wurde am Kopf getroffen und schwebt in Lebensgefahr, sagte Polizeisprecher Marcus da Gloria Martins am Dienstag.

Nach einer Schlägerei zwischen zwei Männern in der Flughafen-S-Bahn wurde je eine Münchener und eine Streife der Bundespolizei zum S-Bahnhof Unterföhring beordert. Das konnte der Beamte zwar verhindern, jedoch gelangte der Täter nach ersten Erkenntnissen dabei an die Waffe des Mannes - und schoss damit dessen Kollegin in den Kopf. Ein Polizist wurde dabei verletzt, bestätigt die Polizei. Mit Maschinenpistolen bewaffnete Beamte sicherten das Gelände.

Wieder einmal wird damit ein Bahnhof Schauplatz einer schlimmen Gewalttat.

Nach Angaben des Präsidenten des Münchner Polizeipräsidiums, Hubertus Andrä, hat sich der Tatverdächtige noch nicht zu den Vorwürfen geäußert. Fahrgäste im gut besetzten Zug auf der Flughafen-Linie Richtung München alarmierten die Polizei.

Einem Polizeisprecher zufolge versuchte der Täter, die Dienstwaffe eines Polizisten zu entwenden. In Berlin attackierten kürzlich drei Jugendliche einen Mann, der sie für ihr rüpelhaftes Verhalten gerügt hatte. Den Behörden war der Mann bekannt, weil er im Jahr 2014 wegen des Besitzes geringer Mengen von Cannabis aufgefallen war; die Staatsanwaltschaft stellte das Verfahren jedoch wegen Geringfügigkeit ein. Wer auf den 37-Jährigen schoss, war ebenso unklar. Zum Zeitpunkt der Tat wohl nicht betrunken - jedenfalls nicht schwer.

Rund 200 Beamte waren zeitweise im Einsatz.

Die S-Bahn hat ihren Verkehr eingestellt und Taxis zwischen Ismanning und Johanneskirchen eingesetzt (ab/nach Unterföhring Medienallee).

Die scheinbar immer allgegenwärtigere Gewalt zermürbt viele. Sie ist trotz der Meldungen im Radio zu ihrem Termin in einer Physiopraxis in der Nähe des Bahnhofs gefahren. Jeder, der sich dafür interessiere, wisse, wie schnell so eine Waffe aus der Halterung genommen werden kann. Er sei durch die Schussverletzung bereits gehandicapt gewesen, sagt da Gloria Martins. Auch zwei Passanten verletzte der Festgenommene.

Nun bangen die Kollegen um das Leben der jungen Frau.

Polizeipräsident Andrä spricht von einem "sehr, sehr traurigen Tag".

Related:

Comments

Latest news

Verhandlungen über Ferienflieger-Fusion mit Tui gescheitert
Der Bund schaltet sich in das Verfahren für mögliche Staatshilfen an die angeschlagene Fluggesellschaft Air Berlin ein. Der Plan eines gemeinsamen Ferienfliegers von TUI und Air-Berlin-Grossaktionär Etihad ist gescheitert.

Saudi-Arabien: Katar muss Hilfe für Hamas und Muslimbrüder stoppen
In der diplomatischen Krise um den Golfstaat Katar legte die Regierung von US-Präsident Trump einen überraschenden Schwenk hin. Ob der US-Präsident das wusste? Bundesaußenminister Sigmar Gabriel warf Saudi-Arabien eine "Trumpisierung" des Konflikts vor.

Das wurde aus Apples Auto-Plänen
Nun hat Apple-Chef Tim Cook erstmals bestätigt , dass das Unternehmen tatsächlich an einer entsprechenden Technologie arbeitet. Im Oktober 2016 wurde bekannt, dass Apple das Unternehmen verkleinert hat und sich auf die Softwareseite konzentrieren will.

Kein Anspruch auf Eizellspende im Ausland
Dem Urteil zufolge muss eine Versicherung nur solche Behandlungen übernehmen, die nach deutschem Recht hierzulande erlaubt sind. Eine Kinderwunschbehandlung im Ausland mit Eizell-Spende muss nicht von der privaten Krankenversicherung bezahlt werden.

Bund und Länder stimmen Kampf gegen Terror ab
In der Inneren Sicherheit müssten die maßgeblichen Spielregeln von allen gemeinsam beschlossen werden. Durch einheitliche Standards wollen die Minister zudem die Terrorbekämpfung besser koordinieren.

Other news