Schüsse im S-Bahnhof: Mann trifft Polizistin in den Kopf

Schießerei in München Polizei 1

Das gab Polizeisprecher Marcus da Gloria Martins vor wenigen Minuten in einer offiziellen Stellungnahme an. Der erste Gedanke wie so oft in diesen Zeiten: War es Terror? Nach und nach kann die Polizei einige klären.

Der Münchner Polizeipräsident Hubertus Andrä zeigte sich nach dem Angriff schockiert, es sei ein "sehr sehr trauriger Tag" für die Münchner Polizei. Dabei wurde ein Polizeibeamtin schwerstverletzt. Die Staatsanwaltschaft hat gegen ihn Haftbefehl wegen versuchten Mordes beantragt. Unklar ist, ob dabei der Täter dem Polizisten die Waffe aus dem Halfter entwenden konnte oder ob er sie ihm aus der Hand riss. Der Schütze hat sich noch nicht zu den Vorwürfen geäußert.

Der 37-Jährige hatte nach bisherigem Stand bei seinem Vater in den USA gelebt und war zuletzt auf Europareise. Er sei am 12. Juni aus Athen in München angekommen, habe die Nacht am Flughafen verbracht und sei dann Richtung München gefahren.

- Der bei der Schlägerei in der S-Bahn Beteiligte wurde bereits von der Polizei einvernommen. Daraufhin hat er auf die Polizistin geschossen. Fahrgäste berichten von einer Schlägerei einer S-Bahn.

Bei der Tat war eine 26 Jahre alte Polizistin am Dienstag von einem Schuss in den Kopf getroffen worden. Sie halten die beiden Streithähne auseinander. Die Beamten sperrten den S-Bahnhof ab und informierten über Twitter die Polizei. Er schoss auf die Polizistin, traf sie in den Kopf. Zudem wurden zwei unbeteiligte Passanten verletzt. Sie erleiden Durchschüsse am Arm und am Bein. Der Angreifer wurde ebenfalls verletzt. Er wird kurz darauf vor einem Bürogebäude festgenommen.

Einmal mehr wird damit ein Bahnhof Schauplatz einer Gewalttat. Vor gut einem Jahr hatte ein Amokläufer am S-Bahnhof Grafing - ebenfalls im Münchner Speckgürtel gelegen - einen Menschen getötet und drei verletzt.

Bei Schüssen am S-Bahnhof in Unterföhring bei München sind mehrere Menschen verletzt worden. Er hat keinen festen Wohnsitz, was laut Polizei aber nicht zwingend bedeuten muss, dass er obdachlos ist. Zum Zeitpunkt der Tat wohl nicht betrunken - jedenfalls nicht schwer. Ob der Täter zum Tatzeitpunkt betrunken war oder unter Drogen stand, müssten Untersuchungen klären. Er ist offenbar in der Vergangenheit nicht polizeilich aufgefallen. Das Verfahren wurde wegen Geringfügigkeit eingestellt.

Polizeipräsident Andrä sagte, dass das Holster eigentlich nur mit speziellen Kenntnissen von dem jeweiligen Beamten, der die Waffe trage, geöffnet werden könne.

Der Verkehr in und um Unterföhring kommt zum Erliegen.

Zeugenaufruf: Wer hat Beobachtungen zu den Ereignissen in der S-Bahn S 8 und am Bahnhof in Unterföhring gemacht? Provisorisch wird eine Stelle für sie eingerichtet - es geht nicht nur um ihre Aussage. Der Bereich um den S-Bahnhof wurde abgesperrt. Die Ermittler beginnen mit ihrer Arbeit. Dafür hat die Polizei eine "Zeugensammelstelle" eingerichtet.

Am Dienstagabend, eldet sich Ministerpräsident Horst Seehofer zu Wort. "Unsere Gedanken und unsere guten Wünsche gelten in erster Linie unserer schwerstverletzten Kollegin", "Wir alle hoffen, bangen und beten für sie". Durch Querschläger wurden zwei weitere Personen schwer, aber nicht lebensgefährlich verletzt.

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