Schütze von Unterföhring in geschlossener Psychiatrie

Unterföhring afp

Unterföhring/München. Der Schütze vom S-Bahnhof Unterföhring ist in einer geschlossenen psychiatrischen Einrichtung untergebracht worden.

Es war 8.20 Uhr am Dienstag, als bei der Polizei mehrere Notrufe eingehen.

- Die Staatsanwaltschaft München hat einen Haftbefehl für den 37-Jährigen beantragt. Das sagte der Präsident des Münchner Polizeipräsidiums, Hubertus Andrä, am Mittwoch. Aus einem Routineeinsatz sei ein Gewaltverbrechen geworden. Täter konnte noch nicht vernommen werden Der Mann sei polizeilich bekannt, führte Andrä fort.

Wie die Polizei mitteilte, war eine aus zwei Beamten bestehende Streife zu dem S-Bahnhof geschickt worden, nachdem mehrere Zeugen von einer Schlägerei in einer S-Bahn berichtet hatten. In der S8 in Richtung Flughafen fragen sich die Passagiere, wie sie ihren Flieger jetzt bekommen sollen. Was der 37-Jährige dort gemacht hat, stehe noch nicht fest. Ismaning ist als Erstes am Tatort und handelt nach Routine ohne Probleme. Ermittelt werde auch, weil der Mann den Polizeibeamten habe ins Gleisbett stoßen wollen. Der 37-Jährige hatte auf die Polizistin geschossen und sie am Kopf getroffen. Der Mann habe die Waffe leer geschossen und sei dann geflohen, in der Nähe des Bahnhofs sei er dann von Bundespolizisten festgenommen worden.

Nun bangen die Kollegen um das Leben der Frau. Der Täter wurde ebenfalls getroffen und verletzt. Auch zwei Passanten wurden verletzt. Der Angreifer war zunächst wegen der Operation seiner Schusswunde am Gesäß nicht vernehmungsfähig. Der S-Bahn-Betrieb wurde hier eingestellt.

Die Polizeibeamtin erlitt lebensgefährliche Verletzungen durch einen Kopfschuss. Auch der Mann, mit dem der mutmaßliche Täter gestritten hatte, wurde vernommen. Damals gab der Tatverdächtige seinen Beruf mit Elektriker an.

Der Täter ist Deutscher, in Oberbayern geboren. Er hatte keinen Wohnsitz in Deutschland. Er sei im Jahr 2014 mit einer "ganz kleinen Menge Cannabis" erwischt worden, sagte Andrä. Hintergrund war eine Auseinandersetzung in der S-Bahn. Auch eine Körperverletzung liege vor. Der S-Bahnhof wurde gesperrt, der Bahnhof vorerst nicht mehr angefahren.

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