Tennis: Haas verzichtet auf Doppel-Viertelfinale in Stuttgart

Tommy Haas besiegt überraschend in Stuttgart im Achtelfinale Topstar Roger Federer.

Beim Rasenturnier in Stuttgart verlor der Rekord-Grand-Slam-Sieger Roger Federer am Mittwoch überraschend gegen Tommy Haas. "Ich bin ein bisschen sprachlos".

Der 39-Jährige, einst die Nummer 2 der Welt und heute im Nebenamt Turnierdirektor in Indian Wells, wird gefragt, was er in dieser Funktion empfinden würde, wenn eine Attraktion wie Federer gleich in seiner ersten Partie ausgeschieden wäre.

Vor Haas waren außer Philipp Kohlschreiber und Mischa Zverev noch vier weitere Profis aus Deutschland ins Achtelfinale eingezogen. Im ersten Satz hatte es nach einem problemlosen Erfolg für den Favoriten ausgesehen. In der prallen Sonne auf dem erstmals mit fast 6.000 Zuschauern gefüllten Center Court rief Federer zunächst souverän und mit präzisen Aufschlägen seine Klasse ab. Eine Breakmöglichkeit reichte der ehemaligen Weltnummer 2 zur Entscheidung. Bei näherer Betrachtung gibt es Parallelen: Der Baselbieter hat beide Niederlagen nach mehrwöchiger Pause bezogen und jeweils mindestens einen Matchball gehabt. Auf der einen Seite stand der einstige Weltranglisten-Zweite Haas, der sein letztes Tour-Jahr genießt. Dort wehrte Federer 73 Tage nach seinem letzten offiziellen Match drei Satzbälle ab, dann leistete er sich einen Doppelfehler zum Satzausgleich. "Die Gefahr ist das, dass es nicht so einfach für mich wird", hatte Federer geahnt.

Den dritten Durchgang entschied Haas dank Effizienz zu seinen Gunsten. Federer hat als topgesetzter Spieler indes ein Freilos. Der gebürtige Hamburger Haas, der ihm im Finale von Halle 2012 auf Rasen eine unvergessene Niederlage zugefügt hatte, sah zufriedener aus. Nach 1:56 Stunden verwandelte der deutsche Altmeister seinen zweiten Matchball - und freute sich nur verhalten.

Kohlschreiber hatte zuvor dafür gesorgt, dass Federer und Haas warten mussten. Beim 6:3, 4:6, 7:5 gegen Pierre-Hugues Herbert saß seine sechs Jahre alte Tochter Valentina auf der Tribüne und feuerte den Tennis-Star an. Zuvor hatten schon Peter Gojowczyk, Jan-Lennart Struff, Mischa Zverev und Yannick Hanfmann die erste Runde überstanden.

Der siebenfache Wimbledon-Champion sagt aber auch, wie gering auf Rasen zuweilen der Unterschied zwischen Sieg und Niederlage sei.

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