Tennis-Sensation! Tommy Haas (39) besiegt Roger Federer auf Gras

BNP Paribas Open- Day 14

Teilzeit-Profi Tommy Haas (Hamburg) hat beim Tennisturnier in Stuttgart Grand-Slam-Sieger Roger Federer sein Comeback verdorben und ist erstmals seit über drei Jahren in ein Viertelfinale auf der ATP-Tour eingezogen.

Tommy Haas (39) dreht auf seiner Abschieds-Tour noch mal richtig auf. Erst verlor Federer die Kontrolle über die Partie, dann die meisten der sogenannten Big Points, und schließlich verließ er sogar als 6:2, 6:7 (8:10), 4:6-Verlierer den Platz - ebenso verdient wie sensationell.

Nachdem er 2016 die zweite Saisonhälfte aus gesundheitlichen Gründen verpasst hatte, legte der 35-Jährige in diesem Jahr nach seinem fulminanten Saisonstart mit den Triumphen in Melbourne, Indian Wells und Miami eine zweimonatige Pause ein. Am Freitag kämpft er gegen den Hamburger Mischa Zverev bei dem mit 701.975 Euro dotierten Turnier um den Einzug in das Halbfinale.

Haas ist der erst dritte Spieler, dem zwei Siege gegen den vier Jahre jüngeren Federer auf Rasen gelangen. Neben Haas und Zverev steht auch Philipp Kohlschreiber unter den besten Acht.

"Ich bin nicht so geschockt, dass ich verloren habe". Ein harter Rückschlag auf dem angestrebten Weg zum achten Wimbledon-Titel.

Er ist wieder der Zuschauermagnet beim diesjährigen MercedesCup in Stuttgart: Roger Federer. Ich habe gewusst, dass das Risiko da ist.

Im ersten Satz hatte es nach einem problemlosen Erfolg für den Favoriten ausgesehen. Letztmals war Haas im Mai 2014 in Rom auf der Tour unter die besten Acht gekommen.

Den Veranstalter freut's, den Tennisfreund gleichermaßen: Heute (15.30 Uhr) kommt es zum Rasenduell zwischen Haas und dem 18-fachen Grand-Slam-Sieger und Maestro Federer. In der prallen Sonne auf dem erstmals mit fast 6000 Zuschauern gefüllten Center Court führte Federer zunächst souverän. "Aber man weiß nie, was passiert", sagte Haas augenzwinkernd. Der gebürtige Hamburger Haas, der ihm im Finale von Halle 2012 auf Rasen eine unvergessene Niederlage zugefügt hatte, sah zufriedener aus.

Kohlschreiber hatte zuvor dafür gesorgt, dass Federer und Haas auf ihren Auftritt warten mussten. Nach 1:56 Stunden verwandelte der deutsche Altmeister seinen zweiten Matchball - und freute sich nur verhalten. "Klar versuchen wir das morgen auszublenden, gutes Tennis zu spielen und das Spiel zu gewinnen", sagte Haas nach dem 6:3, 4:6, 7:5 gegen den französischen Doppel-Spezialisten Pierre-Hugues Herbert. "Federer ist eine Legende und Tommy eigentlich für mich auch".

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