Tödlicher Rad-Unfall: Verursacher genießt diplomatische Immunität

Der Radfahrer starb an seinen schweren Kopfverletzungen

Normalerweise würde ein solcher Unfall Ermittlungen wegen Verdachts auf fahrlässiger Tötung in Gang setzen, erklärte der Polizeisprecher.

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Nach ersten Erkenntnissen soll ein 50-Jähriger die Fahrertür seines geparkten Sportwagens unvermittelt geöffnet haben, so dass der Radfahrer nicht mehr rechtzeitig bremsen konnte. Der Radfahrer konnte nicht mehr ausweichen, prallte gegen die Tür und verletzte sich schwer am Kopf. In diesem Fall gebe es aber nur eine Verkehrsunfallermittlung für Versicherungszwecke. Auch Zeugen würden vorgeladen.

Ein Diplomat, der in Berlin einen tödlichen Rad-Unfall verursacht hat, muss nicht mit strafrechtlichen Konsequenzen rechnen. Der Verursacher könne aber nicht geladen werden. Das Auswärtige Amt schickte eine Verbalnote an die Botschaft Saudi-Arabiens und bat um eine Stellungnahme.

"Überlegungen zur etwaigen Ergreifung gesandtschaftsrechtlicher Schritte können frühestens angestellt werden, wenn die erbetene Stellungnahme vorliegt und die polizeilichen Ermittlungen abgeschlossen sind", hieß es aus dem Amt. Diplomaten seien uneingeschränkt vor Strafverfolgung geschützt, teilte die Staatsanwaltschaft mit.

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