US-Ermittler vermuten russische Hacker hinter Katar-Krise

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Ebenso wie die Stationierung von US-Truppen und die Ausrichtung von Sportveranstaltungen gehört dies zur Strategie des Emirats, sich gegen Begehrlichkeiten der grossen Nachbarn abzusichern. Das lag maßgeblich an dem Atomabkommen mit dem schiitischen Iran, dem Erzrivalen Saudi-Arabiens.

► Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE), Bahrain, Jemen und Ägypten haben am Sonntag ihre diplomatischen Beziehungen zu Katar aufgekündigt. Die US-Botschafterin in Doha betonte derweil die "grosse Partnerschaft und den grossen Fortschritt" bei der Bekämpfung der Terror-Finanzierung. Zudem stoßen sie sich an den Beziehungen des Emirats zum Iran.

Riad war die erste Station auf Trumps Auftaktreise als Präsident.

Die politische Analytikerin Maria Sultan deutete wiederum an, dass hier und jetzt die Rolle der USA in der Region und die regionalen Prioritäten auf dieser Basis tatsächlich kontextualisiert und umkontextualisiert würden. Regierungssprecher Numan Kurtulmuş erklärte, dass Präsident Erdoğan bezüglich der Krise im Gespräch mit Staats- und Regierungschefs sei.

Nach einem Bericht des Nachrichtensenders CNN vermuten Spezialisten des FBI Hacker aus Russland hinter der Krise zwischen Katar und einer Reihe sunnitisch-muslimischer Staaten. Der Ölproduzent Gabun, wie Katar und Saudi-Arabien Mitglied der Opec, verurteilte Katar, weil es internationale Vereinbarungen zum Kampf gegen den Terrorismus nicht respektiere. Dagmar Freitag (SPD), Vorsitzende des Sportausschusses im Bundestag, glaubt nicht an eine Verlegung der Fußball-Weltmeisterschaft: "Das sollte mich jedenfalls sehr wundern". Doch die Verkettung von Ereignissen ist durchaus brisant.

Die Äußerungen von Scheich Tamim zu Israel, dem Iran und der Hamas-Bewegung waren ein Grund für den Abbruch der Beziehungen. Sein Land werde weiterhin alle internationalen Verpflichtungen erfüllen und werde auch weiterhin Erdgas an die Vereinigten Arabischen Emirate liefern, die sich den Sanktionen angeschlossen hatten.

Nun - so argumentiert Nahost-Experte Bilal Y. Saab im renommierten US-Magazin "Foreign Affairs" - könnte Katar gezwungen sein, eine engere Bindung zum Iran einzugehen. Das Land ist isoliert - das könnte auch den Motorsport betreffen.

Während die anderen Golf-Staaten die Eskalation wohl über Monate hinweg einkalkuliert hatten, erwischt sie die USA wohl deutlich unvorbereiteter. Und Trumps Beleidigungen lassen sich die stolzen Latinos ohnehin nicht bieten.

In Katar befindet sich der größte US-Luftwaffenstützpunkt im Nahen Osten. Dort sind über 10.000 US-Soldaten stationiert. Wie weit dies einem Plan des US-Präsidenten entspringt, ist jedoch unklar. RIAD ZIEHT ZÜGEL AN - SEIT TRUMP Saudi-Arabien tritt seit geraumer Zeit aggressiver auf. Aber die Medien der Saudis wetterten, Katar stelle sich auf die Seite des Feindes. Katar unterstützte die Aufstände der Jugend im Arabischen Frühling - und wurde von der regionalen Grossmacht Ägypten scharf kritisiert. "Wir erlauben es nicht, dass Katar zusammengeprügelt wird", sagte Erdogan so. Dumm für beide, dass aufmerksame Beobachter dieses gesamte Szenario aufgenommen und in den sozialen Netzwerken publiziert hatten.

Die Länder werfen Katar die Unterstützung von Terrororganisationen wie dem Islamischen Staat (IS) vor. Und die Hamas hat eine neue Führung, die vor allem im Gazastreifen aktiv ist. Und ob Trump den gelegten Brand noch im Zaum halten kann. Er konterkarierte damit eine nur Stunden zuvor vom Weißen Haus verbreitete Mitteilung, die USA würden eine neutrale Position einnehmen.

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