650'000 Dollar werden eingezogen

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Der ehemalige Mitarbeiter einer Schweizer Bank wurde verurteilt wegen Urkundenfälschung (Art. 251 Schweizer Strafgesetzbuch, StGB) sowie wegen des Verstosses gegen die Meldepflicht (Art. 9 und 37 Geldwäschereigesetz, GWG).

Die Bundesanwaltschaft führt im "Fussball-Untersuchungskomplex" 25 Strafverfahren und analysiert eine Datenmenge von rund 19 Terabyte an sichergestellten Unterlagen, wie aus dem Communiqué weiter hervorgeht. Zahlungen von 650'000 US-Dollar, die er laut Bundesanwaltschaft (BA) "verbrecherisch erlangt" hat, werden zu Handen des Schweizer Fiskus eingezogen.

Gegen den Mann wurden eine bedingte Geldstrafe von 30'000 Franken und 8000 Franken Busse ausgesprochen. Sie führen zwei unabhängige Verfahren.

Der Strafbefehl in der Schweiz ist Teil eines zwischen der zuständigen amerikanischen Strafverfolgungsbehörde (United States Attorney's Office for the Eastern District of New York) und der BA in zeitlicher Hinsicht koordinierten Verfahrensabschlusses. Der Strafbefehl sei rechtskräftig, sagte André Marty, Informationschef der BA, auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Am Donnerstagabend war bereits bekannt geworden, dass sich der ehemalige Banker in einem Verfahren der US-Justiz wegen Korruption im Fussball schuldig bekannt hatte. Das Verfahren in den USA ist noch nicht abgeschlossen. Diese Konten seien vom Chef einer Sportmarketing-Firma in Argentinien kontrolliert worden, und über die Konten sollen Bestechungsgelder an mehrere Fussball-Funktionäre geflossen sein.

Im Jahr 2015 hatte die Bundesanwaltschaft im Zusammenhang mit den Vergaben der Fussball-Weltmeisterschaften 2018 und 2022 ein Strafverfahren eröffnet und am FIFA-Hauptsitz in Zürich elektronische Daten und Dokumente sichergestellt. Bis heute seien in diesem Zusammenhang bei der Meldestelle für Geldwäscherei (MROS) 178 Meldungen wegen des Verdachts auf Geldwäscherei eingegangen.

Darunter sind die Verfahren gegen den früheren FIFA-Präsidenten Sepp Blatter und den ehemaligen FIFA-Generalsekretär Jérôme Valcke sowie zum Verfahren zum Thema Fussball-WM 2006 in Deutschland.

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