Airbag-Hersteller soll kurz vor Insolvenz stehen

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Auch die japanische Wirtschaftszeitung "Nikkei", das "Wall Street Journal" und die Agentur Kyodo berichteten am Freitag unter Berufung auf informierte Quellen, Takata könne möglicherweise schon bald vor Gericht Insolvenz beantragen.

Die Mängel haben allein in den USA zum Rückruf von fast 70 Millionen Airbags geführt und werden für den Tod von mindestens 16 Menschen verantwortlich gemacht.

Der wegen des Skandals um defekte Airbags erschütterte japanische Autozulieferer Takata bereitet Medienberichten zufolge einen Antrag auf Gläubigerschutz vor. Takata wollte sich dazu nicht äußern.

Das Unternehmen hatte den dritten Jahresverlust in Folge erlitten. Der Schuldenstand beläuft sich auf umgerechnet 640 Millionen Euro.

Airbag-Hersteller Takata steht anscheinend nach Massen-Rückrufaktionen vor dem Aus.

Aktuell sucht das Unternehmen, das weltweit 50.000 Mitarbeiter beschäftigt, nach einem Investor. Danach zahlt die Firma unter anderem eine Milliarde Dollar und stellt sich drei Jahre lang unter die Aufsicht eines unabhängigen Prüfers. Betroffen sind dort etwa 42 Millionen Fahrzeuge.

Angesichts gewaltiger Verbindlichkeiten in Höhe von mehr als einer Billion Yen (rund 8,1 Mrd Euro) wäre dies die größte Insolvenz eines Produktionsunternehmens in der japanischen Nachkriegsgeschichte.

Interne Dokumente sollen belegen, dass die Konzerne bewusst Sicherheitsrisiken in Kauf nahmen, um Kosten zu sparen. Der Handel in Tokio mit Takata-Aktien wurde unterbrochen. Es geht um die Autofirmen BMW, Ford, Honda, Nissan und Toyota. Der Schritt könne schon in der kommenden Woche in den Vereinigten Staaten und Japan erfolgen.

Die Autobauer sehen sich aber selbst als Geschädigte von Takata an.

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