Auswärtiges Amt prüft tödlichen Radunfall mit Diplomaten

Der Radfahrer starb an seinen schweren Kopfverletzungen

Der Radfahrer konnte nicht mehr rechtzeitig ausweichen, prallte gegen die Tür und verletzte sich schwer am Kopf.

Der 50-jährige saudische Diplomat stand am Dienstagabend in der Hermannstraße Ecke Kienitzer Straße mit seinem Sportwagen im absoluten Halteverbot auf einem Radweg und riss abrupt die Tür auf. Der Verursacher könne aber nicht geladen werden.

Ein von einem saudischen Diplomaten verursachter tödlicher Rad-Unfall in Berlin hat nun politische Folgen. Zu diesem Zweck sei eine Verbalnote an die Botschaft des Landes gesandt worden, wie es am Donnerstag aus dem Auswärtigen Amt hieß.

Diplomaten genießen strafrechtliche Immunität.

Rechtliche Konsequenzen hat der Mann aufgrund seiner diplomatischen Immunität eigentlich nicht zu fürchten: Diplomaten stehen unter besonderem Schutz, um nicht aus politischen Gründen belangt werden zu können. Strafverfahren gegen Diplomaten würden normalerweise sofort eingestellt. Aus dem Auswärtigen Amt hieß es aber, es gehe Einzelfällen trotzdem nach und schöpfe je nach Schwere des Falles die Mittel des Gesandtschaftsrechts aus.

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club hatte in Gedenken an den toten Radfahrer zu einer Mahnwache am Donnerstagabend an der Unfallstelle aufgerufen.

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