Britische Behörden wiesen Kritik an Ermittlern zurück

Italien ist sich keiner Schuld in Sachen Youssef Zaghba bewusst

Britische Behörden wiesen Vorwürfe aus Italien zurück, sie hätten von den terroristischen Motiven des Londoner Attentäters Youssef Zaghba gewusst.

Laut Amato habe Italien "sein Möglichstes" getan, es hätten jedoch keine handfesten Beweise gegen Zaghba vorgelegen. Die britischen Geheimdienste seien aber informiert worden, dass er potenziell gefährlich sein könnte, sagte Amato weiter. Der 22-Jährige wurde anschließend wieder freigelassen. Laut der italienischen Zeitung "Corriere della sera" wurde Zaghba am 15. März 2016 am Marconi Flughafen in Bologna gestoppt, als er nur mit einem Rucksack und einem One-Way-Ticket nach Istanbul reisen wollte. Die italienische Anti-Terrorpolizei "Digos" hatte ihn verdächtigt, sich der IS anschliessen zu wollen. Da ihm jedoch nichts nachgewiesen werden konnte, bekam er sie schon bald wieder zurück.

Wie die Financial Times berichtet, wurde Zaghba im März 2016 am Flughafen in Bologna von italienischen Beamten verhört. Seine italienische Mutter und sein marokkanischer Vater liessen sich später scheiden. Er lebte hauptsächlich in Marokko, zuletzt arbeitete er in London in einem Restaurant. Geprüft werden auch Smartphones, Sim-Karten und Tablets, die in der Wohnung von Zaghbas Mutter nahe Bologna gefunden wurden. In der Hauptstadt versammelten sich Trauernde bei strömenden Regen auch an einem der Tatorte, der London Bridge.

Einer der beim Einsatz verletzten Polizisten dankte der Öffentlichkeit für ihre Unterstützung. Der Londoner Bürgermeister Sadiq Khan gedachte der sieben Toten und 48 Verletzten zusammen mit Rettungskräften. Der Mann habe sich im Zusammenhang mit dem Anschlag vom 22. Mai selbst den Behörden gestellt.

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