Ermittlungen Nach Hochhausbrand bei Karlsruhe keine Hinweise auf Brandstiftung

Wegen des dichten Rauchs konnte die Feuerwehr anfangs nicht in die oberen Etagen vordringen

Zwei von ihnen mussten nach Polizeiangaben mit Rauchgasvergiftung im Krankenhaus behandelt werden. Feuerwehrleute retteten zahlreiche Bewohner. Fünf Wohnungen im siebten Stock, in dem das Feuer ausgebrochen war, drei Wohnungen im achten Stock sowie eine Wohnung im zehnten Obergeschoss wurden durch Feuer, Rauch und Wasser vorübergehend unbewohnbar. Die Obduktion der beiden Toten - ein 68 Jahre alter Mann und seine 65-jährige Schwester - habe keine Hinweise auf Fremd- oder Eigeneinwirkung ergeben. Die Feuerwehrleute setzten Drehleitern und sogenannte Rettungshauben ein, mit denen Menschen auch durch Rauch auf Fluren und im Treppenhaus ins Freie geleitet werden können. Sechs Menschen waren am Mittwoch noch in Notquartieren untergebracht, andere fanden bei Verwandten Unterschlupf.

Die Freiwilligen Feuerwehren aus mehreren Orten des Landkreises Karlsruhe rückten mit einem Großaufgebot an. Sie wurden zum Teil von Feuerwehrleuten betreut. In dem Haus mit insgesamt 14 Geschossen leben gut 140 Menschen. Insgesamt waren mehr als 120 Helfer vor Ort. Nach rund zweieinhalb Stunden seien die letzten Glutnester gelöscht gewesen, sagte ein Feuerwehrsprecher. Der Aufenthaltsort einer Frau war zunächst nicht bekannt. Man habe sich angesichts der Situation in dem Hochhaus dafür entschieden, zunächst über den Balkon zum Brand vorzurücken.

Am Dienstagvormittag begannen die Ermittler der Kriminalpolizei mit ihrer Arbeit.

Vier Wohnungen wurden unmittelbar durch das Feuer, weitere Wohnungen durch einen Wasserrohbruch beschädigt. Die Polizei schätze den Schäden auf bis zu eine Million Euro.

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