Schäuble erwartet Einigung über Griechenland-Hilfen

Schäuble und Dijsselbloem

Finanzminister Schäuble (l.), griech. "Wir werden eine Exit-Strategie vorbereiten, um Griechenland zu ermöglichen, im kommenden Jahr auf eigenen Beinen zu stehen", schrieb Dijsselbloem auf Twitter. Der IWF war an den ersten zwei Hilfspaketen für Griechenland beteiligt, bisher aber nicht am dritten. Dies bestätigten Verhandlungskreise am Donnerstagabend der Deutschen Presse-Agentur. Er gehe davon aus, dass das Programm "Erfolg hat und die griechischen Schulden dann tragfähig sind". Im Juli braucht die griechische Regierung aus dem Programm gut sieben Milliarden Euro, um Altschulden zurückzuzahlen - sonst hätte der Absturz in die Zahlungsunfähigkeit und eine neue Krise in der Eurozone gedroht. Athen hatte dafür zuletzt nochmals harte Sparmaßnahmen auf den Weg gebracht - so hart, dass am Donnerstag in Athen wieder etwa 5000 Rentner auf die Straße gingen. Jetzt sei es an der Zeit, dass die Europäer Zusagen bei den Schuldenerleichterungen einhielten. Auch Schäuble habe gesagt, dass Griechenland die Vorgaben erfüllt habe. Schäuble verhalte sich "schizophren", wenn er den IWF an Bord halte wolle, aber eine Senkung der Schuldenlast ablehne. Nach der Einigung der Euro-Gruppe mit Griechenland stellte sie eine Beteiligung an der Rettung des hoch verschuldeten Landes in Aussicht.

Der Fraktionschef der Sozialdemokraten im Europäischen Parlament, Pittella, hat Deutschland aufgefordert, Schuldenerleichterungen für Griechenland zuzustimmen. Deswegen sei er zuversichtlich, dass Athen seine Ziele erreichen könne. Der griechische Finanzminister Euklid Tsakalotos sagte: "Jetzt gibt es Licht am Ende des Tunnels". "Vielleicht nicht." Aber Griechenland habe nicht gewollt, "dass Perfektionismus zum Feind des Guten wird".

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