Skandal-Tweet: Piraten-Politiker wünscht angeschossener Polizistin den Tod

Skandal-Tweet: Piraten-Politiker wünscht angeschossener Polizistin den Tod

Der Piraten-Bundestagskandidat aus Potsdam T homas Goede jedoch feiert den Zwischenfall auf Twitter, wie merkur.de berichtet. "Wir werden reflektieren, was hier genau geschehen ist und Mechanismen schaffen, dass sich ein solcher Vorgang nicht wiederholt".

Inzwischen hat auch die Polizei Brandenburg Ermittlungen wegen des Tweets aufgenommen.

Der Tweet des Potsdamers hatte bereits weitreichende Konsequenzen: Die Piratenpartei in Brandenburg hat danach entschieden, doch keine Landesliste zur Bundestagswahl einzureichen. Entweder müsse die Liste komplett zurückgezogen werden oder es müsse eine neue Aufstellungsversammlung abgehalten werden. Der Pressesprecher des Berliner Landesverbands der Gewerkschaft, Benjamin Jendro, nannte Goede in einem Tweet ein "unfassbares Wesen".

Ein Bundestagskandidat der Piratenpartei aus Potsdam hat mit einem Tweet zu der lebensgefährlich verletzten Polizistin Fassungslosigkeit und Empörung ausgelöst.

Man werde aber lieber komplett die Segel streichen, als mit der derzeitigen Landesliste anzutreten. Ein 37 Jahre alter Randalierer hatte am Dienstag am S-Bahnhof Unterföhring bei einer Rangelei mit einem Polizisten die Dienstwaffe des Streifenbeamten an sich gerissen und geschossen. Die Polizei hat eine für die Gesellschaft überaus wichtige Funktion und wie in diesem Fall wieder tragisch deutlich wurde, ist diese nicht ungefährlich. Und weiter: "Das Mindeste, was die Polizeibeamten erwarten dürfen, die sich für unsere Sicherheit in Gefahr begeben, ist Respekt für Ihren Dienst". Bis zum Nachmittag seien neun Strafanzeigen laut Polizei eingegangen. In Frage kommt etwa die Billigung von Straftaten.

Die Piraten haben Goede mittlerweile aus der öffentlichen Darstellung ihrer Partei entfernt. Später stellte er seinen Account auf privat, so dass die Tweets für die breite Öffentlichkeit nicht mehr zu lesen sind. Goede sei angehört worden und anschließend von all seinen Ämtern zurückgetreten. Goede hatte auf Twitter die Nachricht zu einer Schießerei in München von Dienstag kommentiert, bei der eine Polizistin durch einen Kopfschuss schwer verletzt wurde.

Die Deutsche Polizeigewerkschaft in Berlin zeigte sich von Goedes Eintrag ebenfalls entsetzt: "Wie können Menschen einem anderen sowas wünschen?"

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