Türkei protestiert bei US-Botschafter

US-Behörden ermitteln gegen Erdogan-Sicherheitsleute

Nach den Ausschreitungen vor der türkischen Botschaft in Washington im Mai scheuen die US-Behörden nicht den Konflikt und diplomatische Spannungen: Sie haben Haftbefehle gegen zwölf Sicherheitskräfte aus dem Stab des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan erlassen.

In einer Erklärung der türkischen Regierung heißt es, der US-Botschafter in Ankara sei ins Außenministerium einbestellt worden. Außerdem fehle die rechtliche Grundlage dafür, teilte das Ministerium mit.

Die US-Justiz wirft den Leibwächtern des türkischen Präsidenten vor, bei Erdogans Washington-Besuch im Mai gewaltsam gegen friedliche kurdische Demonstranten vorgegangen zu sein.

Die Konfrontationen mitten im Stadtzentrum von Washington ereigneten sich, während Erdogan nach seinem Besuch bei US-Präsident Donald Trump im Weißen Haus in der Residenz des Botschafters eintraf. Elf Menschen wurden bei den Handgreiflichkeiten verletzt, neun davon mussten im Spital behandelt werden.

Erdoğan übte am Mittwochabend in Ankara scharfe Kritik an den Haftbefehlen und warf den amerikanischen Sicherheitskräften vor, ihn nicht beschützt zu haben. Das türkische Außenministerium hat den US-Botschafter zu Gesprächen gebeten. Videobilder sollen zeigen, dass direkt von Erdogans Wagen aus die Order kam, auf die Demonstranten loszugehen. Vielmehr hätten die lokalen Behörden es nicht geschafft, mit Blick auf die sogenannten Demonstranten geeignete Sicherheitsmaßnahmen zu treffen.

Erdogan reagierte empört auf die Haftbefehle und kündigte Widerstand an. Die zwölf Leibwächter seien in Videoaufnahmen eindeutig identifiziert worden. Bei den nur 40 bis 50 Meter entfernten Demonstranten habe es sich um Anhänger der Terrororganisation PKK und der Bewegung des muslimischen Gelehrten Fethullah Gülen gehandelt. Diese habe es zugelassen, dass sich ihm "Terroristen" auf 50 Meter hätten nähern können, sagte Erdogan. Diese sendeten ein "klares Zeichen, dass die Vereinigten Staaten keine Personen tolerieren, die Einschüchterung und Gewalt nutzen, um die Redefreiheit und die Freiheit legitimer politischer Meinungsäußerung zu unterdrücken". Sie räumte ein, dass den Verdächtigen nur der Prozess gemacht werden könne, wenn sie in die USA zurückkämen.

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