Athen erhält offenbar 8,5 Milliarden Euro

Die Eurofinanzminister haben eine Grundsatzeinigung über die Auszahlung frischer Kredite an Griechenland erzielt. Nach übereinstimmenden Berichten mehrere Nachrichtenagenturen erhält das Land aus dem dritten Hilfspaket eine Tranche von 8,5 MIlliarden Euro. Details sollten am Abend auf einer Pressekonferenz in Luxemburg erläutert werden. Bis Juli braucht die griechische Regierung aus dem Programm weitere 7,5 Milliarden Euro, um Altschulden zurückzuzahlen.

Dijsselbloem sagte weiter, dass Griechenland seine Schulden teilweise erst bis zu 15 Jahre später zurückzahlen könne und dass bei der Rückzahlung auch die Wachstumsrate in Griechenland in Betracht gezogen werden könne. Athen hatte dafür zuletzt erneut harte Sparmaßnahmen auf den Weg gebracht.

Außerdem habe sich der Internationale Währungsfonds bereit erklärt, Griechenland bei Bedarf finanziell mehr zu unterstützen. Der IWF fordert eine Entscheidung über spürbare Schuldenerleichterungen für Griechenland, die jedoch vor allem Deutschland zum jetzigen Zeitpunkt ablehnt. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hatte sich schon vor der Verhandlungsrunde in Luxemburg sehr zuversichtlich gezeigt. Dem Drängen Griechenlands auf baldige Schuldenerleichterungen hatte er allerdings vorab eine Absage erteilt.

IWF-Chefin Christine Lagarde reiste nach Luxemburg und ging ebenfalls vorsichtig optimistisch in die Verhandlungen.

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