Audi präsentiert Umsetzungsplan für Dieselrückruf

Nach dem Vorwurf von Verkehrsminister Alexander Dobrindt,
Audi habe in rund 24.000 Diesel Modellen eine illegale
Abgassoftware eingesetzt wird das Kraftfahrtbundesamt nun
die vom Autobauer vorgesehene Umrüstung prüfen

Das KBA habe daher den Bescheid für einen verbindlichen Rückruf versandt, erklärte das Verkehrsministerium am Donnerstag. A8-Modelle mit Dieselmotor werden von vielen Spitzenpolitikern als Dienstwagen gefahren.

Der Unternehmenssprecher sagte, Audi wisse weder etwas über den technischen Zustand des bei den Messungen verwendeten Fahrzeugs noch über die genauen Messbedingungen.

Berlin Das Kraftfahrtbundesamt (KBA) hat wegen der Abschalteinrichtung für die Abgasreinigung den Rückruf von 24.000 Fahrzeugen der Marke Audi angeordnet. "Wir halten alle Vorgaben des Kraftfahrtbundesamtes ein", sagte ein Sprecher der VW-Tochter.

Bis diesen Freitag muss Audi nun einen konkreten Umsetzungsplan vorlegen, der vom KBA geprüft wird. Hintergrund des weiteren Rückrufs bei Audi ist eine Anfang Juni vom Ministerium publik gemachte Kombination von Motor und Getriebe.

Dobrindt wirft Audi vor, eine illegale Abgassoftware eingesetzt zu haben. Audi hatte angekündigt, der Rückruf beginne voraussichtlich im Juli. Bei den betroffenen Autos hatte Audi erhöhte Werte gesundheitsschädlicher Stickoxide (NOx) gemessen und das Kraftfahrtbundesamt entsprechend informiert. Bei einem Diesel-A8 4.2 TDI der Abgasstufe Euro 6 seien bei Straßenfahrten die höchsten Stickoxid-Emissionen aller bisher von der Emissionskontrolle der Umwelthilfe untersuchten Diesel-Pkw gemessen worden - bis zu 1 938 Milligramm pro Kilometer. Europaweit geht es um 24.000 Einheiten, von denen gut die Hälfte in Deutschland zugelassen ist. Das Unternehmen steht nach eigenen Angaben auch mit den Zulassungsbehörden der anderen Staaten in Kontakt. Der Grenzwert für Fahrzeuge der EU6-Norm liegt bei 80 Milligramm. "Audi-Chef Stadler liefert das beste Argument dafür, dass es keine Ausnahme von Diesel-Fahrverboten für Autos der aktuellen Abgasstufe Euro 6 geben darf", sagte DUH-Geschäftsführer Jürgen Resch. Die Emissionen seien von unterschiedlichen Fahrsituationen und Randbedingungen abhängig. Er sicherte zu: "Audi wird weiter uneingeschränkt mit den Behörden kooperieren".

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