David Grossman gewinnt internationalen Man Booker Preis

David Grossman und seine Übersetzerin Jessica Cohen posieren am Mittwochabend in London mit der Trophäe für den Man Booker International Prize

Leben und Leiden in Nahost - das ist das zentrale Thema im Werk von David Grossman.

Der israelische Schriftsteller David Grossman ist mit dem britischen Man Booker International Prize ausgezeichnet worden. Das Preisgeld von 50 000 Pfund (rund 57 000 Euro) geht je zur Hälfte an Autor und Übersetzer.

Der Man Booker International Prize zeichnet bedeutende Werke aus, die ins Englische übersetzt wurden.

Die Auszeichnung zählt zu den wichtigsten Literaturpreisen Großbritanniens.

Israels Kulturministerin Miri Regev beschrieb Grossman am Donnerstag in Anspielung auf den Buchtitel als "siegreiches Pferd".

In dem prämierten Buch erzählt der 63-Jährige die Geschichte eines Comedian, der in seiner letzten Vorstellung in einer israelischen Kleinstadt eine tragische Geschichte aus seiner Jugend preisgibt. Die Jury sei beeindruckt gewesen, wie sehr Grossman bereit gewesen sei, emotionale und stilistische Risiken einzugehen. Es handele sich um eine schockierende und atemberaubende Lektüre. Er wird für sein Buch "Kommt ein Pferd in die Bar" ausgezeichnet. Seine Bücher behandeln Krieg, Terror und die immer wieder enttäuschten Hoffnungen auf Frieden in der Region. Grossman wurd 1954 in Jerusalem geboren und hat schon viele Preise gewonnen. Auch drei Autoren aus Europa erreichten die Endrunde des Wettbewerbs um die renommierte Auszeichnung: der Franzose Mathias Enard ("Kompass"), der Norweger Roy Jacobsen ("Die Unsichtbaren") und die Dänin Dorthe Nors ("Mirror, Shoulder, Signal", nicht ins Deutsche übersetzt). Im vergangenen Jahr hatte die Südkoreanerin Han Kang diesen Preis erhalten.

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