Stunden von Le Mans: Mythos mit blassem Glanz

Nach dem Ausstieg von Audi wird das 24-Stunden-Rennen von Le Mans ein Zweikampf zwischen Toyota und Porsche

Lieb, Jani und Dumas holten den 18.

Le Mans. Der Mythos lebt, der Glanz vergangener Jahre verblasst: Nach dem Ausstieg von Audi aus der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) mit dem legendären 24-Stunden-Rennen in Le Mans kämpfen bei der 85. Auflage des berühmten Marathons in Westfrankreich nur noch Vorjahressieger Porsche und Toyota um den Gesamtsieg. Doch dann nahm das Drama seinen Lauf. Stattdessen gewann ein Porsche. In der Vergangenheit hatten unter Careys Vorgänger Bernie Ecclestone am Le-Mans-Wochenende auch schon Formel-1-Rennen stattgefunden. Aus Spargründen sind nur zwei statt bisher drei der fast 1000 PS starken 919-Hybrid-Boliden unterwegs.

Porsche-Projektleiter Fritz Enzinger sagte zum anstehenden Rennen: "Das wird keineswegs nur ein Duell gegen Toyota". "Es gibt keine Garantien, es kann immer alles passieren", sagt Enzinger. Die Schwaben peilen dennoch den dritten Hattrick nach 1983 und 1998 an. Für den Rekordhalter wäre es schon der 19. Gesamtsieg in Le Mans.

Peugeot setzte aber gestern das erste Ausrufezeichen. Der frühere Formel-1-Fahrer Kamui Kobayashi erzielte auf dem 13,629 Kilometer langen Kurs an der Sarthe eine Rekordzeit von 3:14,791 Minuten. Und war damit über zwei Sekunden schneller als der zweitplatzierte, der Pechvogel-Toyota aus dem Vorjahr. "Das war eine unglaubliche Runde, aber das Rennen dauert 24 Stunden", meinte der Ex-Sauber-Pilot. Die extremen Bedingungen aber bleiben, an diesem Sonnabend wird Formel-1-Boss Chase Carey das Rennen freigeben.

Porsche tritt als Titelverteidiger an und will den dritten Hattrick
Porsche tritt als Titelverteidiger an und will den dritten Hattrick Quelle MOTOR-TALK

Zu den prominentesten Le-Mans-Teilnehmern gehören in diesem Jahr als Debütanten Formel-1-Rekordstarter Rubens Barrichello aus Brasilien und der französische Fußball-Weltmeister Fabien Barthez.

Insgesamt fahren in Le Mans 60 Autos, gesteuert von 180 Piloten. Der Salzburger Dominik Kraihamer startet mit seinen zwei Kollegen Marco Bonanomi und Oliver James Webb in einem Enso CLM des ByKolles-Teams hinter den fünf Werksautos der LMP1-Klasse aus der sechsten Position (+11,2 Sekunden).

In der GTE-Pro-Klasse war das Team mit dem Waidhofener Richard Lietz in einem Porsche 911 RSR an 13. Stelle klassiert (+37,8). Die in der GTE-Amateurklasse startenden Matthias Lauda (Aston Martin Vantage) und Klaus Bachler (Porsche 911 RSR) nahmen die Positionen zwei (38,4) bzw.

Related:

Comments

Latest news

Jugendliche nach drei Tagen in Pariser Katakomben gerettet
Die beiden 16- und 17-Jährigen wurden von Rettungskräften in dem unterirdischen Gangsystem entdeckt, teilte die Feuerwehr mit. Sie hatten sich in dem weitverzweigten Stollensystem verlaufen, das rund 20 Meter unter der französischen Hauptstadt liegt.

Randale in Rigaer Straße
Dutzende Randalierer sind in der Nacht zum Samstag durch die Rigaer Straße in Berlin-Friedrichshain gezogen. Es folgten massive Ausschreitungen: Die Polizisten wurden mit Steinen, Farbbeuteln und Böllern beworfen.

HSV bindet Stürmer-Juwel
Ihn müssen wir mit aller Macht bei uns behalten", sagte Gisdol kürzlich: "Er kann ein toller Spieler werden. Unter anderem hatten Real Madrid , der FC Chelsea und Borussia Dortmund Arp auf dem Zettel.

Sigmar Gabriel: "Es ist ein wirklich großer Deutscher gestorben" [0:34]
Das Bundesarchiv in Koblenz erhebt Anspruch zumindest auf die Unterlagen, die Kohl in seiner Eigenschaft als Kanzler betreffen. Die deutsche Einheit, die ihm wie keinem anderen zu verdanken ist, hat er stets als Teil des europäischen Projekts verstanden.

Haas verliert Viertelfinale gegen Mischa Zverev
Bereits nach der Auslosung hatte er geahnt, dass es im Fall eines Duells mit seinem guten Kumpel schwierig werden könnte. Tommy Haas legte nach seinem Coup in Stuttgart tröstend seinen Arm um die Schulter von Top-Star Roger Federer (35).

Other news