Banker gesteht: Geldwäsche im Auftrag der FIFA

Julius Bär versucht sich von Fifa-Affäre zu distanzieren

Die Schweizer arbeiten dabei eng mit ihren US-Kollegen zusammen.

Der ehemalige Mitarbeiter einer Schweizer Bank wurde verurteilt wegen Urkundenfälschung (Art. 251 Schweizer Strafgesetzbuch, StGB) sowie wegen des Verstosses gegen die Meldepflicht (Art. 9 und 37 Geldwäschereigesetz, GWG). Die durch den Bankmitarbeiter in diesem Zusammenhang verbrecherisch erlangten Zahlungen in der Höhe von 650.000 Dollar würden eingezogen.

Gegen den Mann wurden eine bedingte Geldstrafe von 30'000 Franken und 8000 Franken Busse ausgesprochen.

Der Strafbefehl der Bundesanwaltschaft sei Teil eines mit der zuständigen US-amerikanischen Strafverfolgungsbehörde koordinierten Verfahrensabschlusses, heisst es in der Mitteilung. Arzuaga hatte in Zürich bis zum Jahr 2015 für zwei Bankhäuser gearbeitet. Der Strafbefehl ist gemäss André Marty, dem Informationschef der Bundesanwaltschaft, rechtskräftig.

Der Ex-Banker habe von 2010 bis 2015 bei zwei Schweizer Banken Konten verwaltet, schrieb das DoJ gestützt auf Gerichtsakten und das Geständnis.

Schweizer Banker gesteht Transfer von Schmiergeldern. Diese Konten seien vom Chef einer Sportmarketing-Firma in Argentinien kontrolliert worden, und über die Konten sollen Bestechungsgelder an mehrere Fussball-Funktionäre geflossen sein.

Eröffnet wurden die Verfahren durch die Bundesanwaltschaft im Frühling 2015.

Die damit bereits in den USA erfassten Straftatbestände werden laut Bundesanwaltschaft in der Schweiz nicht mehr verfolgt, um eine doppelte Bestrafung zu vermeiden.

Bis dato sind im Zusammenhang mit dem Untersuchungskomplex zum Fussball 178 MROS-Meldungen wegen des Verdachts der Geldwäscherei eingegangen. Das US-Verfahren gegen die Fifa löste beim Fußball-Weltverband vor zwei Jahren ein Erdbeben aus, das unter anderem auch Präsident Sepp Blatter zum Abgang zwang. Die BA führt im Fussball-Untersuchungskomplex rund 25 Strafverfahren, und analysiert eine Datenmenge von rund 19 Terabyte an sichergestellten Unterlagen.

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