Entscheidende Parlamentswahl-Runde in Frankreich

Rainer Burchardt Professor im Fachbereich Medien an der Fachhochschule Kiel im Porträt

Frankreichs neuer Staatschef Emmanuel Macron nimmt Kurs auf eine breite Parlamentsmehrheit für seine Reformagenda.

Beim heutigen zweiten Wahlgang dürfte Macron eine deutliche absolute Mehrheit in der Nationalversammlung erzielen.

Bereits im ersten Wahlgang am vergangenen Sonntag war Macrons Bündnis mit 32,3 Prozent klar vorne gelandet.

Sechs Wochen nach Macrons Wahl zum Präsidenten müssen die traditionellen Regierungsparteien der bürgerlichen Rechten und der Sozialisten mit einer weiteren herben Niederlage rechnen. Eine absolute Mehrheit in der ersten Parlamentskammer gilt als sicher.

Es wäre eine der größten parlamentarischen Mehrheiten in der Geschichte von Frankreichs 1958 gegründeter V. Republik. Mit einer absoluten Mehrheit hätte der Präsident freie Fahrt für seinen Reformkurs. Macron will unter anderem das französische Arbeitsrecht lockern.

Zur Wahl aufgerufen sind mehr als 47 Millionen Franzosen. Allerdings wurde in der Vorwoche mit nur 48,7 Prozent die niedrigste Beteiligung bei einer Parlamentswahl in Frankreich gemessen.

Den anderen Parteien - insbesondere den Sozialisten von Ex-Staatschef François Hollande - drohen dagegen teils schwere Wahlschlappen.

Nach der Stichwahl kann die Partei nur noch mit 15 bis 40 Mandaten rechnen.

Bei der Parlamentswahl wird in 577 Wahlkreisen jeweils ein Abgeordneter gewählt. Das konservative Lager könnte zwischen 60 und 90 Mandate gewinnen. Francois Baroin, der die Republikaner in den Wahlkampf geführt hatte, rief für die zweite Wahlrunde zu einer neuen Mobilisierung auf. Die Front National von Rechtspopulistin Marine Le Pen dürfte laut Meinungsforschern weiterhin keine große Rolle im Parlament spielen - allerdings hat Le Pen selbst Chancen, in ihrem Wahlkreis in Nordfrankreich erstmals in die Nationalversammlung gewählt zu werden. Dabei gilt ein reines Mehrheitswahlrecht, das es für kleine Parteien schwer macht, Mandate zu gewinnen. Macron hat zahlreiche politische Quereinsteiger als Kandidaten aufgestellt.

Related:

Comments

Latest news

Glücksspiele machen süchtig, oder?
Es ist oft der Fall, dass die Gewalterfahrungen oder der Verlust von Verwandten diese Krankheit hervorrufen können. Unter anderen Ursachen, die Spielsucht erzeugen, sind auch unsere Erlebnisse und Emotionen zu unterstreichen.

Heilbronner Stimme: Diesel-Fahrverbote: Bundesverkehrsministerium wirft der Deutschen Umwelthilfe Diffamierungskampagne vor
Die DUH widerspricht auch der Aussage, die Dieseltechnik trage zur Einhaltung der europäischen CO2-Flottengrenzwerte bei. Autohersteller möchten ein Verbot möglichst vermeiden, die Landesregierung sucht eine Zwischenlösung.

Grüne versprechen in Wahlprogramm weitgehende Reformen
Für die Grünen-Fraktionsvorsitzende Katrin Göring-Eckardt ist die Öffnung der Ehe eine der zentralen Forderungen ihrer Partei. Zudem fordern sie ein Einwanderungsgesetz und wollen ab 2030 keine Autos mit Verbrennungsmotoren mehr neu zulassen.

Online Casinos – wie finde ich einen guten Anbieter?
Deshalb sollte man sich vorab ein wenig informieren und sich überlegen, welche Spiele einen besonders interessieren. Viele Online Casinos bieten die Möglichkeit das Spielangebot in Teilen kostenlos vorab zu testen.

Benefits of online casino
Moreover, in some cities casinos are completely banned, and in this case, the cost of the road will be even higher. Also there you can find games such as keno or lotto - which are not very common in traditional institutions.

Other news