Europäischer Staatsakt und Trauermesse in Speyer

Michail Gorbatschow George Bush und Helmut Kohl im Jahr 2005

Bei einer Privataudienz mit Kanzlerin Angela Merkel erklärt der Pontifex in Rom, Kohl habe "mit Weitblick und Hingabe für das Wohl der Menschen in Deutschland und der europäischen Nachbarn gearbeitet". "Unsere Gedanken und Gebete sind bei Helmut Kohl, seiner Frau und seiner Familie".

Helmut Kohl wird am 17. Januar 1991 von der damaligen Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth im Bundestag in Bonn vereidigt. "Helmut Kohl war ein deutscher Europäer und ein europäischer Deutscher", sagte der EU-Kommissionschef. Der Altkanzler war im Jahr 2005 zusammen mit Ex-Kreml-Chef Michail Gorbatschow und dem ehemaligen US-Präsident George Bush senior der erste Empfänger des Point-Alpha-Preises gewesen, der Verdienste um die Einheit Deutschlands und Europas würdigt.

Der Kanzler der Deutschen Einheit und Wegbereiter der Europäischen Union war am Freitagmorgen in seiner Heimatstadt Ludwigshafen gestorben. Nach Operationen lag er monatelang im Krankenhaus. Bis zum geplanten Staatsakt soll Kohl in seinem Haus in Ludwigshafen-Oggersheim aufgebahrt bleiben. Orban lobte in einem Nachruf Kohl als herausragenden Staatsmann: "Möge Gott dem Freund Ungarns, dem großen Alten Helmut Kohl gnädig sein". Der Leichnam werde dann über den Rhein nach Speyer in Kohls Heimat Rheinland-Pfalz gebracht. Auch mehrere Nachrichtenportale richteten online Kondolenzbücher ein. Der frühere SPD-Vorsitzende und -Kanzlerkandidat Rudolf Scharping plädierte in der "Welt am Sonntag" dafür, Straßen und Plätze nach Helmut Kohl zu benennen. "Das Europa, in dem wir heute leben, wäre ohne Helmut Kohl nicht denkbar", schrieb Schulz in einem Gastbeitrag für die Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland.

Auch in der Staatskanzlei in Mainz wurde eine Kondolenzbuch ausgelegt. "Sein Vermächtnis wird weiterleben". Zu den Wurzeln seiner Politik gehörte stets die Überzeugung, nur ein Miteinander der europäischen Völker könne neue Gegensätze und Feindschaften abwenden. "Dies zu leugnen ist nicht nur ungerecht, es ist unmöglich", sagte Renzi.

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