Hochhausbrand: Britische Regierung kämpft gegen Kritik

Brennender Grenfell Tower in London

Nach dem Hochhausbrand in London ist die britische Premierministerin Theresa May mit Regierungsmitgliedern zu einer Sondersitzung zusammengekommen.

May empfing am Samstag verletzte Bewohner des zerstörten Grenfell Tower, freiwillige Helfer und Vertreter der Gemeinde in ihrem Amtssitz in Downing Street.

Das Feuer im Grenfell Tower im Westen Londons war in der Nacht zu Mittwoch ausgebrochen und hatte sich über die Fassade rasend schnell ausgebreitet. Zwischen 400 und 600 Menschen sollen in dem 24 Stockwerke hohen Sozialbau gelebt haben. Das teilte die Polizei in der britischen Hauptstadt auf Basis von Vermisstenmeldungen mit. "Leider muss ich davon ausgehen, dass sie tot sind".

Die bestätigte Opferzahl liege zwar weiterhin bei 30 Toten, sagte Stuart Cundy von Scotland Yard. Cundy ergänzte allerdings, dass sich die Zahlen weiter verändern könnten. "Sie ist von den Ereignissen genauso bestürzt wie wir alle", sagte Green der BBC. Die Regierung werde in den kommenden Tagen einen Vorsitzenden für die öffentliche Untersuchung des Brandes bestimmen. Schon am Freitagabend hatten wütende Menschen bei Protesten in der britischen Hauptstadt den Rücktritt der Premierministerin gefordert. Am Freitag besuchte May Verletzte in einem Londoner Krankenhaus.

Vize-Premier Damian Green wies Samstagfrüh Vorwürfe zurück, May habe nicht angemessen auf das Unglück reagiert. Ausserdem hatte sie bei einem Besuch am Grenfell Tower am Donnerstag nicht mit den Opfern gesprochen. "In diesem Jahr jedoch, ist es schwierig einer sehr trüben Stimmung im Land zu entkommen", sagte die britische Königin Elizabeth II.in einer am Samstag veröffentlichten Mitteilung. Sprechchöre riefen "Vorwärts, Jeremy Corbyn!", um ihre Unterstützung für den Chef der oppositionellen Labour-Partei kundzutun. "Wenn das Vereinigte Königreich auf die Probe gestellt wird, zeigt es sich entschlossen angesichts des Unglücks".

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