Musikfestival "Rock am Ring" nach Terrorwarnung unterbrochen [0:30]

Musikfestival

Menschenleere auf dem Festivalgelände. Die Polizei machte dazu keine näheren Angaben.

Der Platz vor der Haupttribüne hatte sich bereits nach wenigen Minuten komplett geleert. Das legendäre Musikfestival war am Freitagabend unterbrochen worden, weil die Polizei Hinweise auf eine mögliche terroristische Gefährdung hatte. Die Männer wurden vorläufig festgenommen und sind seit Samstagmorgen wieder auf freiem Fuß.

Es wird weiter ermittelt, einen konkreten Tatverdacht gibt es laut Polizei derzeit aber nicht. Über mindestens einen der Verdächtigen lägen allerdings "deutliche Erkenntnisse im Bereich des islamistisch geprägten Terrorismus" vor. Dies solle am Samstag entschieden werden, sagte der rheinland-pfälzische Innenminister Lewentz. Er verwies auf ähnliche vorsorgliche Absagen, etwa beim Fußball-Länderspiel Deutschland-Niederlande in Hannover im November 2015 kurz nach den Anschlägen von Paris und beim Radrennen "Rund um den Finanzplatz Eschborn-Frankfurt" im April 2015. "So bitter es ist, die Sicherheit der Festivalbesucher muss an erster Stelle stehen".

Auf einer Pressekonferenz zeigte sich Veranstalter Lieberberg aufgebracht und kritisierte die Polizei, dass sie so lange brauche, um das Festivalgelände wieder für sicher zu erklären. Auf der Facebook-Seite des Veranstalters heißt es dazu: "Nach intensiven Durchsuchungen des gesamten Festivalgeländes haben sich die Verdachtsmomente für eine akute Gefährdungslage nicht erhärtet". Dort treten dieselben Bands in anderer Reihenfolge auf. Der am Freitagabend abgesagte Auftritt der Band Rammstein konnte aus organisatorischen Gründen nicht nachgeholt werden. Es seien unter anderem die Bühnenbereiche und andere Eventflächen abgesucht worden, sagte ein Polizeisprecher. Anzeichen für Nervosität habe es nicht gegeben: "Die Leute sind gut drauf".

Das Festival wurde wegen Terrorgefahr unterbrochen, am Tag danach aber fortgesetzt. "Show musst go on". Für das Festival war es eine Rückkehr: In den vergangenen beiden Jahren hatte "Rock am Ring" auf dem Flugplatz Mendig stattgefunden, mehrere Besucher wurden dabei bei Blitzschlägen verletzt. Für das dreitägige Festival wurden rund 90.000 Besucher erwartet. Zehntausende Fans wurden per Lautsprecherdurchsagen aufgefordert, das Gelände zu verlassen.

In ihrer Bilanz sprachen die Sicherheitskräfte von einem ausgesprochen friedlichen Verlauf.

Die Veranstalter hofften auf eine Fortsetzung des Festivals am Samstag. Rund 1200 Polizisten wurden an den Nürburgring geschickt. Das Sicherheitskonzept war nach dem Terroranschlag auf ein Konzert in Manchester vor anderthalb Wochen mit mehr als 20 Toten noch einmal überprüft worden.

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