Point-Alpha-Preis an Schriftsteller Wolf Biermann (80) vor 1.000 Gästen

Wolf Biermann

Der Liedermacher und frühere DDR-Dissident Wolf Biermann ist in Rasdorf (Hessen) mit dem Point-Alpha-Preis ausgezeichnet worden.

Biermann ist der zehnte Mutige, dem diese Ehrung für Verdienste um die Einheit Deutschlands und Europas in Frieden und Freiheit verliehen wurde. Dort befindet sich an der hessisch-thüringischen Grenze, wo früher der Eiserne Vorhang verlief, die heutige Gedenkstätte Point Alpha.

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Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) sagte in seiner Laudatio, die Biografie Biermanns stehe exemplarisch für die Erfahrung von Trennung, Teilung und Einheit, von Zerrissenheit, von Niederlagen und Triumph.

Der heute 80-Jährige hatte den Machthabern der DDR mit poetisch-subversiven Texten die Stirn geboten. Daraufhin wurde er 1976 ausgebürgert.

Biermann sei ein "Künstler und leidenschaftlicher Streiter für Frieden und Freiheit, der unbeeindruckt von ideologisch festgezurrten Lügen sich über die Jahrzehnte seines Lebens treu geblieben ist", begründete die Präsidentin des Kuratoriums Deutsche Einheit, Christine Lieberknecht (CDU), die Auszeichnung. Er durfte nach einem Konzert in Köln nicht in die DDR zurückkehren.

Zu Beginn der Veranstaltung gedachten die 1000 Gäste und Zuschauer der Preisverleihung dem verstorbenen Altbundeskanzler Helmut Kohl mit einer Schweigeminute.

Kohl war im Jahr 2005 zusammen mit Ex-Kreml-Chef Michail Gorbatschow und dem ehemaligen US-Präsident George Bush senior der erste Empfänger des Point-Alpha-Preises gewesen.

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