Tote und Verletzte bei Explosion in Einkaufszentrum

Bei einem Bombenanschlag auf ein Einkaufszentrum in Kolumbien ist mindestens ein Mensch ums Leben gekommen. Mindestens elf weitere wurden am Samstag bei dem Anschlag in der Hauptstadt Bogotá verletzt wie Bürgermeister Enrique Peñalosa mitteilte

Bei einer Bombenexplosion in einer Damentoilette eines Einkaufszentrums in der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá sind mindestens drei Frauen getötet worden. Mindestens elf Menschen wurden verletzt, einige von ihnen schwer. Wer hinter dem Anschlag steckt, war zunächst unklar. Nach Angaben der Zeitung "El Tiempo" soll es sich bei einer der Toten um eine 23 Jahre alte Französin handeln, die in Bogotá einen Freiwilligendienst in einer Schule absolviert habe.

Das Einkaufszentrum Centro Andino in der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá ist bei Einheimischen und Touristen beliebt.

Die Explosion ereignete sich am frühen Samstagabend. Der französische Botschafter in Kolumbien, Gautier Mignot, sagte einem örtlichen Radiosender, die junge Frau sei offenbar in Begleitung ihrer Mutter in dem Einkaufszentrum gewesen. Der Bürgermeister Bogotás, Enrique Peñalosa, machte die Nationale Befreiungsarmee ELN für den mutmaßlichen Anschlag im Einkaufszentrum Centro Andino im Touristenviertel der Stadt verantwortlich. Vier der Verletzten schwebten nach Angaben der Klinik in Lebensgefahr. Präsident Juan Manuel Santos verurteilte den Anschlag und ordnete eine gründliche Untersuchung an. Unter den Verletzten ist auch eine 48-jährige Französin. Polizeichef Jorge Nieto erklärte, die Explosion sei durch einen Sprengsatz ausgelöst worden, der hinter einer WC-Schüssel versteckt war. Die Ermittlungen liefen auf Hochtouren. Zuvor hatte er bereits in einer Botschaft auf Twitter sein Mitgefühl für die Opfer ausgesprochen. Sie verhandelt derzeit mit der Regierung über einen Friedensvertrag nach dem Beispiel des Friedensschlusses mit der Farc-Guerilla, welcher den jahrzehntelangen Konflikt zwischen den linksgerichteten Rebellen und der Regierung mit mehr als 260.000 Toten beendete. Die ELN bestritt in einem Tweet allerdings bei dem Anschlag die Hand im Spiel gehabt zu haben und verurteilte ihn.

Das Attentat vom Samstag war bereits der zweite große Anschlag in Bogotá in diesem Jahr. Die ELN ist die letzte noch aktive Guerillagruppe in Kolumbien.

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