Wahlen Parlament Frankreich : Schleppender Auftakt zum Parlamentswahl-Finale

Der französische Präsident Emmanuel Macron kann mit einem positiven Ergebnis rechnen

An der können alle Kandidaten teilnehmen, für die im ersten Wahlgang mindestens 12,5 Prozent der Wahlberechtigten des Wahlkreises gestimmt haben. Schon dies war so niedrig wie noch nie bei einer französischen Parlamentswahl seit Gründung der Fünften Republik 1958. Experten zufolge war er offenbar im Gegensatz zu den anderen Parteien in der Lage, seine Wähler zu mobilisieren. Das liegt weit über den 289 Sitzen, die für eine absolute Mehrheit nötig sind. Sein Sieg wäre auch deshalb ein Bruch mit der Tradition. Größte Oppositionsgruppe werden voraussichtlich die konservativen Republikaner mit 70 bis 110 Sitzen sein.

Die Sozialisten von Macrons Vorgänger François Hollande waren schon im ersten Wahlgang dramatisch abgestürzt, Umfrageinstitute sahen die moderate Linke und die Grünen zusammen bei höchstens 35 Sitzen. Die bürgerliche Rechte um die konservativen Republikaner kam auf 21,6 Prozent, der rechtsextreme Front National auf 13,2 Prozent. Dessen Parteichefin Marine Le Pen stimmte in Hénin-Beaumont im Norden Frankreichs ab, wo sie sich um einen Sitz in der Nationalversammlung bewarb. Ähnlich wie in Großbritannien gilt dabei das Prinzip "Der Sieger bekommt alles"; die Stimmen der unterlegenen Kandidaten werden bei der Sitzverteilung im Parlament nicht berücksichtigt.

Damit hätte der sozialliberale Staatschef großen Rückhalt für sein Reformprogramm, mit der er der französischen Wirtschaft neuen Schwung verschaffen will. Als eine der ersten Maßnahmen will er ein Gesetz für mehr Moral in der Politik durch die Nationalversammlung bringen.

Unklar ist noch, ob die radikale Linke um Jean-Luc Mélenchon eine Fraktion bilden kann. "Wir werden weniger Vertreter der Opposition haben als es in Russland gibt".

Vor einer Woche hatte das Bündnis sein Bündnis "Republique en marche" und der Mitte-Partei "MoDem" 32,3 Prozent der Stimmen erhalten. Anders als im ersten Wahlgang begleitete seine Frau Brigitte ihn diesmal nicht mit ins Wahllokal.

Präsident Macron gab seine Stimme am Vormittag im Badeort Le Touquet am Ärmelkanal ab. Premierminister Edouard Philippe, der sich erst kürzlich Macrons Partei La République en Marche angeschlossen hatte, wählte in der Hafenstadt Le Havre. Unmittelbar nach dem Schluss der Wahllokale sind erste offizielle Hochrechnungen zu erwarten.

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