Zahl der Toten nach Londoner Hochhausbrand steigt auf 30

May am Grenfell Tower

Bei Protesten und Solidaritätskundgebungen für die Brandopfer hatten Demonstranten am Freitagabend unter anderem einen Rücktritt der Premierministerin gefordert. Dutzende trommelten gegen die Scheiben und verlangten Einlass. Es sei aber auch möglich, dass sich einige der Vermissten in Sicherheit befinden, sich aber noch nicht bei den Behörden gemeldet hätten. Viele geben nach dem Unglück auch den Behörden eine Mitschuld. Die Zahl der Todesopfer steigt.

Das Feuer war in der Nacht auf Mittwoch im fünften Stock des Hochhauses mit 120 Wohnungen ausgebrochen. Mit Bannern und Plakaten zogen sie Richtung Downing Street und skandierten "May muss gehen!". Die Demonstration stand unter dem Motto "Justice for Grenfell!" Premierministerin Theresa May, die wegen ihrer Reaktion auf die Brandkatastrophe in der Kritik steht, traf sich mit Überlebende und Helfern. Darin sicherte sie den obdachlos gewordenen Bewohnern eine schnellstmögliche Umsiedlung innerhalb des Stadtteils zu. Bereits am Mittwoch hatte May den Opfern der Brandkatastrophe ihre Anteilnahme ausgedrückt.

Beim gewaltigen Brand im Zentrum Londons waren 65 Menschen von der Feuerwehr aus den Flammen gerettet worden, anderen gelang selbst die Flucht.

Unklar sind weiterhin die Brandursache und warum sich das Feuer am frühen Mittwochmorgen so schnell an der Fassade hochfressen konnte. Inzwischen geht die Polizei davon aus, dass 58 Menschen bei dem Unglück starben. Der Ausgangsort des Feuers sei untersucht worden und es gebe keine Hinweise, dass das Feuer vorsätzlich gelegt wurde, sagte allerdings Polizeikommandant Stuart Cundy.

Die Bergungsarbeiten könnten sich hinziehen. Nach ihren Angaben konnten ihre Teams das Gebäude bislang nur zur Hälfte gründlich durchsuchen, ohne ihr eigenes Leben zu gefährden.

Verzweifelte Angehörige und Freunde machten mit Fotos rings um die Brandruine auf Vermisste aufmerksam. 19 weitere Menschen würden noch in Kliniken behandelt, zehn von ihnen seien in einem kritischen Zustand, so der Polizei-Kommandant. Die Lage von zwölf Patienten sei kritisch, teilte die Gesundheitsbehörde mit.

Trotz der Feuerkatastrophe halten die Einsatzkräfte das Gebäude derzeit für stabil genug, um weiter darin nach möglicherweise eingeschlossenen Menschen zu suchen. Rettungsteams suchten mit Drohnen und Spürhunden nach Menschen.

Zahlreiche Vorstösse zur Minderung des Brandrisikos hätten in den vergangenen Jahren nichts gebracht. Die Monarchin hat den Familien der Opfer des Feuers ihr Mitgefühl ausgesprochen.

Der britische Brandschutz-Experte Jon Hall nannte den Brand im Grenfell Tower einen Unfall, wie er normalerweise in der Dritten Welt vorkomme. Der Oppositionsführer und Labour-Chef Jeremy Corbyn hatte unterdessen Betroffene getröstet. Auch Londons Bürgermeister Sadiq Khan versprach umfassende Aufklärung. Die Menschen hätten den Eindruck, dass ihnen nicht genügend geholfen worden sei nach der Katastrophe und dass sie keine Antworten auf die ihre dringendsten Fragen bekämen.

Die Zahl der Opfer nach dem Flammeninferno im Londoner Grenfell Tower ist auf mindestens 58 gestiegen. Bei der Sanierung des 1974 gebauten Hochhauses könnte gespart worden sein. Die Außenwände erhielten dabei eine neue Dämmung.

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