Absolute Mehrheit für Macron-Lager offiziell bestätigt

Emmanuel Macron

Die Wahllokale für die entscheidende zweite Runde der Parlamentswahl öffneten am Sonntagmorgen. Angesichts de jüngsten Umfragen und dem Wahlergebnis der ersten Runde gilt als sicher, dass seine Partei La République en Marche und ihre Verbündeten im zweiten Wahlgang eine absolute Mehrheit im Parlament erhalten.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron zum Erfolg bei der Wahl zur Nationalversammlung gratuliert. Der 39-Jährige will noch in diesem Monat eine umstrittene Lockerung des Arbeitsrechts und ein neues Anti-Terror-Gesetz auf den Weg bringen.

Die Beteiligung war damit noch deutlich schwächer als im ersten Wahlgang vor einer Woche, als bis zum späten Nachmittag rund 40,8 Prozent abgestimmt hatten. Schon dies war so niedrig wie noch nie bei einer französischen Parlamentswahl seit Gründung der Fünften Republik 1958.

Zwei Meinungsforschungsinstitute erwarten sogar, dass die Unterstützer von Macron bis zu 470 der 577 Mandate erobern.

Die traditionellen Regierungsparteien der bürgerlichen Rechten und der Sozialisten hingegen müssen sechs Wochen nach Macrons Wahl zum Präsidenten mit einer weiteren herben Niederlage rechnen. Mit einer absoluten Mehrheit hätte der Präsident freie Fahrt für seinen Reformkurs. Macrons Lager hatte den ersten Wahlgang am vergangenen Sonntag klar gewonnen.

Bei der Parlamentswahl wird in 577 Wahlkreisen jeweils ein Abgeordneter gewählt. Es gilt ein reines Mehrheitswahlrecht - das macht es für kleine Parteien schwer, Mandate zu gewinnen. Nur vier Sitze wurden bereits in der ersten Runde vor einer Woche vergeben, im Rest der Wahlkreise waren Stichwahlen nötig. In mehreren Überseegebieten wurde wegen der Zeitverschiebung schon am Samstag gewählt. 97 Prozent der Stimmen seien ausgezählt, hieß es. Die Front National der Rechtspopulistin Marine Le Pen könnte ihre Rolle im Parlament leicht stärken, sie kommt laut den Hochrechnungen aber trotzdem nur auf 4 bis 8 Sitze. Allerdings gibt es in den Reihen der Republikaner verschiedene Lager: Manche sind für eine Zusammenarbeit mit Macron offen, während andere auf eine klare Abgrenzung setzen.

Die radikale Linke mit Jean-Luc Mélenchon sowie den Kommunisten bekam 23 bis 29 Abgeordnete.

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