Auch Google kämpft mit künstlicher Intelligenz gegen Terror-Inhalte

Terror-Kampf: Auch Google setzt auf künstliche Intelligenz

Google hat angekündigt, ein Programm gestartet zu haben, um terroristische Inhalte im Internet mittels künstlicher Intelligenz zu bekämpfen. Kent Walker, der Chefjurist des Internet-Konzerns kündigte am Sonntag einen 4-Punkte-Plan an. Dieser umfasst eine Strategie mit künstlicher Intelligenz, freiwilligen Helfern, Warnhinweisen und eine Umleitung auf Anti-Terror-Botschaften. Youtube wird von terroristischen Organisationen seit längerem als Kanal für Propaganda genutzt.

Unter anderem solle so bei der Videoplattform YouTube automatisch mehr Clips mit Terrorpropaganda aufgespürt werden. Walker betonte, dass Google und andere Internet-Firmen schon seit Jahren daran arbeiteten, solche Inhalte zu finden. Die Industrie müsse aber eingestehen, dass noch mehr zu tun sei. Auch die Zahl der Experten, die über als verdächtig markierte Videos entscheiden, werde stark erhöht, schrieb Walker in einem Beitrag in der "Financial Times" und im Unternehmensblog. Mehr als die Hälfte der in den vergangenen sechs Monaten gelöschten Inhalte sei so gefunden worden.

Doch nicht immer könnten diese Sicherheitsprogramme Terrorvideos von Nachrichtenbeiträgen mit den selben Bildern unterschieden, räumt der Jurist ein. Dies sind Einzelpersonen und Organisationen wie zum Beispiel Strafverfolgungsbehörden, die das Vertrauen von Google geniessen in Bezug auf die Anzeige terroristischer Inhalte.

Bei strittigen Inhalten sollen Warnhinweise vor das Video geschaltet werden.

Künftig sollen Nutzer, die häufig nach Terror-Inhalten suchen gezielt zu Anti-Terror-Videos umgeleitet werden. Google reagiert damit auf den Druck aus der Politik, sich des Problems anzunehmen.

Auch Facebook gab vor wenigen Tagen bekannt, dass selbstlernende Maschinen stärker dafür eingesetzt werden, Terror-Inhalte gar nicht erst wieder auf der Plattform durchzulassen.

Related:

Comments

Latest news

Puma und Adidas streiten vor Gericht über Sportschuh
Er wurde nach dem US-Tennis-Spieler Stanley Roger Smith (70) benannt, der 1972 das Rasenturnier Wimbledon in London gewann. Anders als bei Patenten, die technische Erfindungen schützen, geht es bei Geschmacksmustern um das Design eines Produktes.

St. Pauli holt Rechtsverteidiger Luca Zander
Liga den Klassenerhalt sicherte. "Auf den Außenverteidigerpositionen besteht bei uns ein großer Konkurrenzkampf". In der vergangenen Saison lief Zander 31 Mal für die U 23 des SV Werder auf, die sich am letzten Spieltag der 3.

Mehr als 65 Millionen Flüchtlinge weltweit
Gegenüber Ende 2015 habe sich die Zahl der Geflohenen weltweit um 300.000 Menschen erhöht. Auch hier steht Syrien, vor dem Irak und Kolumbien, an der Spitze der Länderstatistik.

Unternehmen: Brüssel erlaubt deutsch-französische Hilfen für Hubschrauber-Projekt von Airbus
Der zweimotorige Hubschrauber soll spritsparender sein und damit am Stück weiter fliegen können als aktuelle Modelle. Die EU-Kommission genehmigte am Montag in Brüssel dafür öffentliche Beihilfen in Höhe von rund 377 Millionen Euro.

Staatsanwaltschaft beantragt Aufhebung der Immunität Frauke Petrys
Zum andern gibt es Widersprüche bei der Frage, ob Petry wissen wollte, wer von den Kandidaten den Kredit wirklich gewährte. Die Staatsanwaltschaft ermittelt seit mehr als einem Jahr wegen Meineides oder fahrlässigen Falscheides gegen sie.

Other news