Bahnverkehr in Thüringen wegen Brandstiftung gestört

Die Züge im Dresdner Hauptbahnhof stehen still

Betroffen sind die Linien 50 (Frankfurt/M-Leipzig-Dresden), 55 (Köln-Hannover-Leipzig-Dresden) und 56 (Norddeich/Emden-Hannover-Leipzig-Dresden).

Die Ermittler gehen davon aus, dass zwischen den Anschlägen ein Zusammenhang besteht. Da das Feuer in der Hauptstadt jedoch gegen 3.25 Uhr entdeckt worden sei, sei das eher unwahrscheinlich.

Im Bahnverkehr ist es durch Kabelbrände in mehreren Regionen zu Beeinträchtigungen gekommen. Grund dafür sind laut Bundespolizei vier Kabelbrände im Großraum Leipzig. Das dortige operative Abwehrzentrum nahm Ermittlungen wegen des Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr auf. Ebenfalls gebrannt hat es in einem Kabelschacht entlang der Bahnstrecke in Dortmund, sagte ein Sprecher der Bundespolizei.

Zudem sei mit einem Hubschrauber aus der Luft nach weiteren Brandorten gesucht worden.

Nach Angaben der Bahn müssen Reisende und Pendler auf den Strecken Leipzig-Erfurt bis zu anderthalb Stunden mehr Zeit einplanen. Reisende nach Mülheim (Ruhr) Hbf fahren bitte ab Duisburg Hbf mit der Straßenbahn 901 oder mit der S-Bahn S 1 in Richtung Mülheim (Ruhr) Hbf. Wegen der defekten Signalanlagen seien Streckenteile nicht befahrbar. Wie die Bahn mitteilt, bemühe man sich in Dresden um ein Ersatzverkehr durch Busse.

In Hamburg prüft der Staatsschutz nach zwei Bränden an Zuggleisen, ob es sich um einen politisch motivierten Anschlag handelt.

Eine Sprecherin der Deutschen Bahn sagte, der Zugverkehr auf der Strecke Hamburg-Lübeck sei zwischen Rahlstedt und Ahrensburg unterbrochen. Eine politische Motivation wie ein Bezug zum G20-Gipfel Anfang Juli in Hamburg könne nicht ausgeschlossen werden, erklärte die Polizei in Sachsen. Bahnmitarbeiter berichten, es habe Brandanschläge auf Signalanlagen gegeben. Die Brandanschläge ereigneten sich in der Nacht zum Montag.

Betroffen von den Einschränkungen sind nach Angaben der Deutschen Bahn die Linien RE1, RE6 und RE11.

Neben den Bahnanlagen in Leipzig griffen die unbekannten Täter unter anderem auch in Hamburg, Berlin sowie auf Strecken in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen Technik der Deutschen Bahn an und legten so den Verkehr teilweise lahm.

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