Bereits 58 Tote nach Hochhausbrand in London

Nach dem Hochhausbrand

Nach heftiger Kritik an ihrer Reaktion auf die Brandkatastrophe in London rief die britische Premierministerin Theresa May Regierungsmitglieder zu einer Sondersitzung ein. Die Demonstration soll vor dem Ministerium für Kommunen stattfinden, das auch für Wohnungsbau verantwortlich ist. Die Brandursache ist weiter unklar. Viele geben auch den Behörden eine Mitschuld. Es wird noch eine höhere Zahl an Todesopfern erwartet.

Am frühen Abend skandierten Hunderte Menschen "May muss gehen!", als sie Richtung Downing Street zogen, wo Premierministerin Theresa May ihr Büro hat. In dem Sozialbau lebten Berichten zufolge 400 bis 600 Bewohner. Dort hatte sie den Opfern Hilfe in Millionenhöhe versprochen.

Mindestens dreißig Menschen sind in den Flammen im Grenfell Tower umgekommen. "Es gibt zu diesem Zeitpunkt keinerlei Hinweise darauf, dass das Feuer mit Absicht gelegt wurde", sagte Stuart Cundy von Scotland Yard. Es werde sehr lange dauern, bis die Spezialkräfte von Polizei und Feuerwehr das Hochhaus vollständig durchsucht und alle Opfer geborgen hätten.

GROSSBRAND ⋅ Nach dem Hochhausbrand in London suchen Freunde und Verwandte mit Postern und in den sozialen Medien zunehmend verzweifelt nach Vermissten.

Auch die Möglichkeit, dass die Zahl der Toten in den dreistelligen Bereich steigen könnte, schloss die Behörde nicht aus.

24 Menschen wurden am Freitag noch in Krankenhäusern der britischen Hauptstadt behandelt. Zehn von ihnen befanden sich in kritischem Zustand, wie die Gesundheitsbehörde NHS mitteilte.

Weitere Solidaritätskundgebungen für die Opfer fanden auch in anderen britischen Städten statt - so etwa im schottischen Edinburgh, im nordirischen Londonderry, in Liverpool, Oxford, Bristol und Portsmouth.

Alle Bewohner des 24-stöckigen Hochhauses sollen bis zum Wochenende eine neue Wohnung erhalten, sagte Megan Hession von der Bezirksverwaltung in Kensington und Chelsea. Die Queen und ihr Enkel Prinz William besuchten eine Notunterkunft in einem Fitness-Center in der Nähe des Brandorts.

Schon am Donnerstag hatte die Monarchin den Mut der Feuerwehrleute und die "unglaubliche Grosszügigkeit" der freiwilligen Helfer gewürdigt. Es wird im Auftrag des Bezirks verwaltet.

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