Brandanschläge auf Bahnanlagen vermutlich politisch motiviert

Berlin beim Abschluss des Treffens von Wirtschaftsverbänden

Eine Absperrung der Polizei im Berliner S-Bahnhof am Treptower Park.

Anderenorts gab es durch die Brandanschläge erhebliche Probleme für Reisende.

Auf einer Hinweistafel im Hauptbahnhof in Dresden wird auf Ausfälle und Verspätungen im Zugverkehr hingewiesen.

Unbekannte haben an zahlreichen Bahnstrecken in ganz Deutschland Brandanschläge verübt. Der für politisch motivierte Taten zuständige Staatsschutz nahm die Ermittlungen auf.

Ein mögliches Bekennerschreiben aus der linksextremistischen Szene wurde geprüft.

► Insgesamt gab es nach ersten Ermittlungen des zuständigen Staatsschutzes etwa ein Dutzend Anschläge. Menschen wurden nicht verletzt.

Züge fielen am Montagmorgen aus, Reisende mussten mit Verspätungen zurechtkommen.

Betroffen waren unter anderem Bremen, Berlin, Hamburg, Köln, Dortmund, Leipzig und mindestens ein Ort in Niedersachsen.

"In NRW sind drei Strecken von den Bränden betroffen", sagte Dirk Pohlmann, Sprecher der Deutschen Bahn NRW, unserer Redaktion. Hinweise auf den oder die Täter gebe es allerdings bislang nicht.

In Bremen brannte nach Angaben der örtlichen Polizei ein Kabelschacht auf dem Gelände des Güterverkehrszentrums neben den Gleisen in unmittelbarer Nähe des Hafens. Die Berliner Polizei sprach von 13 mutmaßlichen Anschlägen.

Vor dem G20-Gipfel hatten Linksextremisten wiederholt Aktionen und Anschläge angekündigt. Am 7. und 8. Juli treffen sich Staats- und Regierungschefs aus den führenden Industrie- und Schwellenländern sowie Vertreter der EU. Mit dabei: US-Präsident Donald Trump und Russlands Staatschef Wladimir Putin. Nach Einschätzung des Operativen Abwehrzentrums (OAZ) der sächsischen Polizei haben die Vorfälle möglicherweise einen Bezug zum G20-Gipfel. Auf der Plattform "linksunten.indymedia.org" wurde ein Bekennerschreiben veröffentlicht, das eine Verbindung zwischen den Bränden und dem G20-Gipfel herstellt.

Im Internet ist inzwischen ein mögliches Bekennerschreiben aufgetaucht.

Allerdings sei es noch zu früh zu sagen, ob dies tatsächlich authentisch sei.

Generell sei ein Zusammenhang zwischen den Angriffen und linken Protesten gegen den G20-Gipfel möglich, hieß es aus den Sicherheitskreisen.

Widerstand gegen den G20-Gipfel in Hamburg ist vielfach angekündigt worden.

Nach Angaben einer Bahnsprecherin gab es Kabelbrände, die auf Fremdeinwirkung zurückzuführen seien.

Related:

Comments

Latest news

St. Pauli verlängert mit U23-Coach Philipkowski
In der Saison 2011/12 war er Co-Trainer der U 23, von Juli 2012 bis Dezember 2014 dann Co-Trainer der Profimannschaft. Die Weiterentwicklung der Nachwuchsspieler ist auch beiden Trainern ein großes Anliegen.

Bosch baut Chipfabrik in Sachsen für eine Milliarde Euro 700 Arbeitsplätze
Das wird an der neuesten Investition von 1 Milliarde € in eine neue Chip-Fabrik mit 300-mm-Wafern in Dresden besonders deutlich. Der Technologiekonzern Bosch will mit einer Großinvestition seine Produktion von Chips für die Industrie hochfahren.

Puma und Adidas streiten vor Gericht über Sportschuh
Er wurde nach dem US-Tennis-Spieler Stanley Roger Smith (70) benannt, der 1972 das Rasenturnier Wimbledon in London gewann. Anders als bei Patenten, die technische Erfindungen schützen, geht es bei Geschmacksmustern um das Design eines Produktes.

SPD zieht mit Forderung nach höheren Steuern für Reiche in den Wahlkampf
Bei sehr geringem Verdienst unter 1.300 Euro im Monat soll auch der Anteil sinken, der an die Rentenkasse zu entrichten ist. Der Spitzensteuersatz soll steigen, außerdem plant die SPD eine "Reichensteuer" für Einkommen ab 250.000 Euro.

Waldbrände in Portugal Zahl der Toten steigt auf 62 - 2000 Rettungskräfte im
Der Einsatz von Löschflugzeugen und Hubschraubern wurde immer wieder von der starken Rauchentwicklung beeinträchtigt. Knapp 700 Feuerwehrmänner kämpften am Abend mit mehr als 215 Fahrzeugen und vier Löschflugzeugen gegen die Flammen.

Other news