Deutsche Bahn: Bundesweite Störungen im Bahnverkehr durch Brandanschläge

Die Züge im Dresdner Hauptbahnhof stehen still

In Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen gab es Probleme im Zugverkehr. In Niedersachsen, Berlin, Nordrhein-Westfalen und Sachsen brannten Kabelschächte, wie das operative Abwehrzentrum der Polizei Sachsen in Leipzig mitteilte. Das OAZ ist eine für die Aufklärung extremistischer Straftaten zuständige Polizeieinheit. Die Brandanschläge ereigneten sich zwischen 01.00 Uhr und 04:30 Uhr am Montagmorgen. "In einigen Fällen konnten Brandvorrichtungen unschädlich gemacht werden, bevor sie Schaden anrichteten", sagte ein Sprecher der Bundespolizei. Zudem sei mit einem Hubschrauber aus der Luft nach weiteren Brandorten gesucht worden. Hinweise auf den oder die Täter gab es noch nicht.

Knapp drei Wochen vor dem G-20-Gipfel in Hamburg haben Unbekannte an zahlreichen Bahnstrecken in ganz Deutschland Brandanschläge verübt. Betroffen ist der Bahnverkehr in Berlin, im Großraum Leipzig-Dresden-Chemitz und die Strecke zwischen Bochum und Dortmund. Besonders betroffen seien die Strecken Leipzig-Dresden, Leipzig-Coswig, Leipzig-Chemnitz, Leipzig-Halle und Leipzig-Erfurt mehr Zeit einplanen. Wegen der defekten Signalanlagen seien Streckenteile nicht befahrbar. Man bemühe sich um Ersatzverkehr durch Busse.

Auch in Hamburg prüft der Staatschutz nach zwei Bränden an Zuggleisen, ob es sich um einen politisch motivierten Anschlag handelt.

Die Regionalverkehrsstrecke Hamburg-Lübeck ist zwischen Hamburg-Rahlstedt und Ahrensburg gesperrt. Sie sprach von Vandalismus. Die Ermittler gehen davon aus, dass es zwischen den Bränden einen Zusammenhang gibt.

Nach ersten Erkenntnissen der Beamten hatten Unbekannte in der Nacht zum Montag die Kabel vermutlich mit Brandbeschleuniger angezündet. Die Bahn nutzt die Kabelkanäle neben den Gleisen nicht nur für die interne Signalübermittlung sondern vermietet die Schächte auch an andere Datennetz-Betreiber.

Am Bahnhof in Halle kommt es seit Montagmorgen zu Verspätungen. Hier hatte ein Kabelschacht am S-Bahnhof Treptower Park gebrannt. Wie lange die Beeinträchtigungen noch andauern werden, war zunächst unklar.

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