Deutsche Schwimmer nur mit kleinem Team zur WM

Schwimmen Schwimmer Heidtmann scheitert an WM-Norm. Lagenschwimmer Jacob Heidtmann in Aktion

Als Weltmeister darf Koch auch ohne Norm mit der Nominierung rechnen. Seine Finalzeit von 2:08,69 Minuten über 200 Meter Brust brachte ihm wenigstens die Titelverteidigung. Die WM findet in einem Monat in Budapest statt. Bis zum Rennen von Graf hatte Jenny Mensing mit ihren 2:08,30 aus dem Jahr 2012 den deutschen Rekord gehalten. Chefbundestrainer Lambertz hat jedoch auch Positives gesehen. "Aber die Zeit war ganz okay, eine 2:08 ist kein Schmutz", sagte der Darmstädter, der mit den Umstellungen auf ein verstärktes Krafttraining zu kämpfen hat: "Manchmal muss man auch was riskieren und auf die Schnauze fallen". "Ich möchte ihn im Team haben". Über 200 Meter schlug die 24-Jährige nach 2:07,63 Minuten an und blieb damit rund eine Sekunde unter der geforderten Zeit.

Rückenschwimmerin Lisa Graf hat sich mit deutschem Rekord für die Weltmeisterschaften qualifiziert.

Trotz der Karriereende von Weltrekordler Paul Biedermann, Steffen Deibler, Marco Di Carli und Florian Vogel hatte Lambertz aber auch bei den etablierten Sportlern auf mehr Norm-Erfüller gehofft. Ein halbes Dutzend sollte es sein. "Aber er muss für sich das Gefühl haben, konkurrenzfähig zu sein, dass es Sinn macht, zur WM zu fahren", sagte Bundestrainer Lambertz. 15 bis 20 waren anvisiert, insgesamt schafften nur sieben die Norm.

Schwimm-Weltmeister Marco Koch muss für einen WM-Start auf eine Ausnahmeregelung hoffen.

Gerade von den U23-Schwimmern, die erleichterte WM-Normen unterbieten mussten, hatte sich der Trainer deutlich mehr versprochen.

Vor den Finals am Sonntagnachmittag waren erst drei junge Schwimmer schnell genug: Der 22-jährige Poul Zellmann über 400 Meter Freistil, der ein Jahr jüngere Damian Wierling auf der 50-Meter- Freistil-Strecke und Florian Wellbrock (19) über 1500 Meter Freistil. Doch es gab sie, die Lichtblicke.

Noch können zu Heintz und Hentke, die über 200 Meter Schmetterling in 2:06,18 Minuten so schnell schwamm, wie zuvor noch keine Frau in diesem Jahr, Sportler hinzukommen - schließlich stehen am Nachmittag noch Endläufe aus.

Heintz selbst hatte nach seinem Triumph scherzhaft gesagt: "Eigentlich müsste ich jetzt meine Karriere beenden". Daran denkt er natürlich nicht wirklich.

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