Die Faktenlage Terror in London: Was wir wissen und was nicht

Polizisten versuchen in London die Menschen vom Ort des Attentats fernzuhalten

Bei den Attacken auf die London Bridge und den Borough Market hatten die Angreifer am Samstagabend hatten mindestens sieben Menschen getötet.

Nach Angaben eines Polizeisprechers wurden die Angreifer am Borough Market von Sicherheitskräften erschossen - acht Minuten nach Eingang des ersten Notrufs.

Ein Lieferwagen ist am Samstagabend auf der London Bridge im Herzen der britischen Hauptstadt in eine Menschenmenge gefahren.

Bei einer Mahnwache gedachten am Montagabend tausende Menschen der Opfer des Terroranschlags. Bisher seien zwölf Menschen im Zusammenhang mit dem Attentat vom Samstagabend festgenommen worden, sieben Frauen und fünf Männer.

Zunächst hatte es geheißen, die mutmaßlichen Täter seien bereits auf der London Bridge aus dem Fahrzeug gesprungen und hätten verletzte Personen mit Messern attackiert. Die Attentäter tragen Westen, die so aussehen, als würden sie Sprengstoff enthalten.

- Die Tat: Um 22.08 Uhr Ortszeit (23.08 Uhr MESZ) gehen bei der Polizei erste Notrufe ein, dass ein Kleintransporter auf der London Bridge Fußgänger erfasst hat.

Rettungskräften zufolge wurden bei dem Angriff 48 Personen verletzt, die in verschiedene Krankenhäuser eingeliefert worden seien. Der 22-jährige Selbstmordattentäter Salman Abedi hatte nach einem Konzert des Teenie-Stars Ariana Grande mit einer Bombe 22 Menschen mit in den Tod gerissen. Die Terrorattacke vom Samstag erinnert auch an einen Angriff in London mit sechs Toten am 22. März. Es gibt eine Messerstecherei am Bahnhof Vauxhall im Südwesten von London, aber um 0.51 Uhr gibt die Polizei bekannt, dass sie nicht in Verbindung mit dem Terrorangriff steht. Sieben Menschen kamen noch am Tatort ums Leben. Diese stellen sich später als Attrappen heraus. Diese hätten sich gegen Menschen gerichtet, die sich mit ihren Freunden und Familien amüsiert hätten, sagte Rudd in der Nacht zum Sonntag. Der Wagen fährt weiter zum nahen Borough Market, einem beliebten Touristenziel. Vor einer Synagoge erschießt der Attentäter einen Wachmann, bevor ihn Polizeikugeln tödlich treffen. Am Montag gab sie die Identität von zwei Tätern bekannt. Einige Menschen mit leichteren Verletzungen wurden vor Ort versorgt.

Regierungschefin May verurteilte die "bösartige Ideologie des islamistischen Extremismus", die hinter den jüngsten Anschlägen in Großbritannien stecke. "Das ist unsere Stadt, das sind unsere Werte, und das ist unsere Lebensart", rief Bürgermeister Sadiq Khan der Menge in einem Park an der Themse unweit des Tatorts zu. Ein Attentäter "kopiert den anderen", dies sei eine "neue Form der Bedrohung", sagte May am Sonntag nach einer Sitzung des Sicherheitskabinetts in London. Auch Deutsche sind unter den Opfern. Dabei sollten Konsequenzen aus dem dritten Anschlag in Großbritannien binnen drei Monaten beraten werden.

Der Anschlag in der britischen Hauptstadt erschüttert das Land kurz vor der Wahl. Er forderte die Londoner auf, wachsam zu bleiben und weiter Ruhe zu bewahren. Premierministerin May warnte vor einem Trend, bei dem Terror noch mehr Terror hervorrufe. Auf der Suche nach den Angreifern durchkämmen Polizeibeamte Bars und Restaurants. Anschließend erstach er auf dem Parlamentsgelände einen unbewaffneten Polizisten und wurde schließlich erschossen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) äußerte sich kurz nach der Tat betroffen: "Wir sind heute über alle Grenzen hinweg im Entsetzen und der Trauer vereint". Berlin wollte damit seine Solidarität mit den Opfern des Terroranschlags in der Partnerstadt London zum Ausdruck bringen.

"Was auch immer die Vereinigten Staaten tun können, um in London und in Großbritannien zu helfen, wir werden da sein", schrieb US-Präsident Donald Trump im Onlinedienst Twitter.

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